Landkreis - Ihre große Faustballkarriere beendete Annika Lohse wahrlich weltmeisterlich – ihrem Sport völlig den Rücken kehren möchte sie aber keineswegs. Schließlich ist sie schon fast ihr gesamtes Leben mit dem Faustball verbunden.
„Ich war sechs Jahre alt und Freunde von mir haben Faustball gespielt. Die haben mich dann einmal zum Training mitgenommen und ich bin einfach nicht mehr weggegangen“, erinnert sich die heute 32-Jährige.
Der Weltmeistertitel, den Lohse 2014 in Dresden als Kapitänin errang, sei für sie zwar der krönende Abschluss gewesen, mit Blick auf ihre gesamte Laufbahn im Trikot des Ahlhorner SV oder in der Nationalmannschaft, war es aber nur ein Höhepunkt von vielen. „Natürlich war die Weltmeisterschaft der große Abschluss. Aber mit dem Verein sind wir zwei Mal Weltpokalsieger geworden, haben den Europapokal geholt und viele Deutsche Meisterschaften gewonnen“, erklärt sie. Und auch in der Nationalauswahl reichte es 2010 schon zum weltmeisterlichen Silber; drei Mal konnte sie den EM-Titel mit nach Hause nehmen.
Nach so einer erfolgreichen Sportlerkarriere hat sich Lohse eine Pause sicherlich verdient. „Ich habe mich von der Nationalmannschaft und auch vom Verein erstmal zurückgezogen, weil das Training einfach sehr viel Zeit kostet, wenn man diesen Sport professionell betreiben will“, erklärt die Lehrerin, die an der Haupt- und Realschule in Brake unterrichtet, die Beweggründe hinter ihrem Rückzug. Dennoch: „Ich werde auch in Zukunft bestimmt noch das eine oder andere Spiel für meinen Verein bestreiten.“
Ob sie ihre Fähigkeiten und ihr Talent irgendwann vielleicht als Trainerin zum Wohle kommender Faustball-Generationen einsetzen wird, weiß Lohse allerdings noch nicht. „Was das angeht, will ich mich noch nicht festlegen.“
