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Handball bei VfL Oldenburg II Wie aus einem Scherz ein Trainerduo wird

Langjährige Handball-Kumpel mit Hang zum Scherzen: Tom zur Brügge (links) und Jonas Schlender

Langjährige Handball-Kumpel mit Hang zum Scherzen: Tom zur Brügge (links) und Jonas Schlender

Privat

Oldenburg - Wenn der Kumpel einmal keinen Spaß versteht, kann aus einem Jux auch ganz schnell etwas Ernstes werden: „Im Sommer habe ich ihm mehr als Scherz angeboten, ihn auf der Bank zu unterstützen“, erzählt Tom zur Brügge, der seit dieser Saison Co-Trainer von Jonas Schlender bei den Drittliga-Spielerinnen des VfL Oldenburg II ist. Dieser hatte den kleinen Gag mehr oder weniger humorlos dazu genutzt, seinen langjährigen Handball-Kumpel beim Juniorteam ins Boot zu holen. Nach einigen Treffen sowie dem Segen der „besseren Hälfte“ war klar, dass der 24-Jährige erst einmal ein Jahr auf Probe als Ersatz für Kim Balthazar einsteigt, die sich verstärkt um den Nachwuchs kümmert.

Ansage: Jonas Schlender (Mitte) trainiert den VfL II, Kim Balthazar (schwarzes Shirt, links) formt jetzt verstärkt die Talente von Morgen.

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Bernd Teuber Jan Zur Brügge
Oldenburg

Der Trainer-Start

Nach bisher 3:1 Punkten geht’s für den VfL II an diesem Sonntag (16.30 Uhr, Sporthalle Wechloy) zu Hause gegen Schlusslicht TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck (0:4). Der Aufsteiger ließ bei SFN Vechta (25:41) wie gegen den TV Hannover-Badenstedt (23:34) ordentlich Federn. „Wir wissen gar nicht genau, was auf uns zukommt, da es ein komplett unbekannter Gegner für uns ist“, sagt zur Brügge, der derzeit dabei ist, die C-Lizenz zu erwerben, und seine erste Station als Trainer genießt. „Bis jetzt gefällt es mir sehr gut. Jonas und Niels Bötel unterstützen mich sehr dabei, mich zu entwickeln“, erzählt er mit Verweis auf den VfL-Chefcoach, dem Schlender beim Bundesliga-Team als „Co“ zur Seite steht.

Für die Fans musste vor der Partie improvisiert werden, im Spiel des VfL Oldenburg II (am Ball: Ida Stubbe) lief’s auch unrund.

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Bernd Teuber Jan Zur Brügge
Oldenburg

Die Handball-Liebe

„Jonas bearbeitet die großen Baustellen, ich alles drumherum“, erklärt der Zwischenahner, der schon vor drei Jahren im Rahmen seines Sport-Studiums ein Praktikum beim VfL absolviert hatte und bei den Bundesliga-Spielen zum Aufbauteam gehört. „Mit Jonas habe ich jahrelang bei der SG Friedrichsfehn/Petersfehn zusammengespielt – sein Vater war mein erster Trainer bei den Männern“, verrät zur Brügge, der der als Sechsjähriger durch ein Angebot an der Grundschule Petersfehn zum Handball gekommen war und mit dem Fußball aufhörte: „Ich habe schnell bemerkt, dass mir der Sport mit der Hand besser liegt als der mit dem Fuß.“ In seinem Heimatverein durchlief er alle Jugendteams bis zur ersten Männermannschaft und ist ihm bis heute als Spieler in der Regionsoberliga treu geblieben.

Das Sport-Studium

Bevor er sein Studium in Groningen (Sport- und Fitnessverwaltung/Management) begann, hatte zur Brügge ein Jahr in Neuseeland verbracht, wo er in Wellington neben Handball auch Rugby lieben lernte. „Sport stand für mich schon immer im Vordergrund. So spiele ich auch heute noch nebenbei Volleyball und Basketball“, betont der 24-Jährige, der nach dem Bachelor ein einjähriges Fernstudium an der bekannten „Escuela Universitaria Real Madrid Universidad Europea“ absolviert hat. Nun will er das Master-Studium an der Uni Düsseldorf abschließen.

Das Saison-Ziel

Sportlich liegt der Fokus jetzt auf einem möglichst erfolgreichen Ausbau des mehr (29:23 vor einer Woche beim TV Oyten) oder weniger (28:28 zuvor gegen Borussia Dortmund II) gelungenen Starts mit der VfL-Reserve. Für den sicheren Klassenerhalt in der Nord-West-Staffel müssen und wollen die Oldenburgerinnen am Ende mindestens fünf Mannschaften hinter sich lassen. „Da wieder so viele Teams absteigen müssen“, warnt zur Brügge, „dürfen wir generell in dieser Saison niemanden unterschätzen.“

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