Braunschweig/Aurich - „Wir wollen das bestmögliche Ergebnis erzielen. Und das ist ein Sieg“, hatte Ewald Meyer, Manager der Drittliga-Handballer des OHV Aurich, vor dem Spiel beim Tabellenzweiten und Aufstiegsaspiranten MTV Braunschweig vorgegeben. Dass seine Mannschaft diesen (wohl eher frommen) Wunsch in die Tat umsetzen würde, damit rechneten wohl nur die wenigsten Auricher Fans im Vorfeld. Der OHV startete gut. Besonders im Angriff fanden die Gäste gegen die offensive 3:2:1-Abwehr des MTV gute Lösungen und spielten ihre Konzeptionen geduldig auf den Punkt. Und auf der anderen Seite des Spielfelds verteidigten die Ostfriesen gut gegen die - wie gewohnt - mit sieben Feldspielern angreifenden Braunschweiger. Die Folge: Nach zwei Krachern von Kevin Wendlandt aus dem Rückraum und Treffern von Petar Puljic sowie Evgeny Vorontsov führte Aurich mit 4:2. Und als Josip Crnic den Ball sehenswert zum 9:5 ins Braunschweiger Tor hob, sah sich MTV-Trainer Volker Mudrow zu einer frühen Auszeit (12. Minute) gezwungen.
Doch bereits sechs Minuten später - der OHV hatte gerade dreimal in Folge getroffen und auf 6:12 erhöht - sah sich Mudrow gezwungen, die nächste grüne Karte auf den Zeitnehmertisch zu legen. Bis zur Pause kamen die Gastgeber tatsächlich wieder auf drei Tore heran (14:17). Wer allerdings glaubte, Braunschweig würde seiner Favoritenrolle nun gerecht, sah sich getäuscht. Der OHV ließ sich den Schneid nicht abkaufen. Im Gegenteil: Schnell erhöhten die Gäste ihre Führung wieder auf fünf Tore (20:15/37.). Auch dass der Tabellenzweite zehn Minuten vor dem Ende auf 26:28 verkürzte, stoppte den OHV-Express an diesem Abend nicht.
Die Auricher blieben cool und sicherten den verdienten Auswärtssieg ab. Spätestens nach zwei gelungenen Einzelaktionen von Jonas Wark zum 32:27 und 33:28 war die Partie entschieden. Und nachdem Jannes Hertlein vom Kreis den Schlusspunkt setzte, kannte der Auricher Jubelsturm keine Grenzen mehr.
