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3. Liga Handball OHV Aurich muss gegen TV Emsdetten zwei Schritte machen

Die Auricher (Kevin Wendlandt am Ball) haben sich zuletzt stark präsentiert. Doch gegen Emsdetten müssen alle noch einmal einen Gang hochschalten.

Die Auricher (Kevin Wendlandt am Ball) haben sich zuletzt stark präsentiert. Doch gegen Emsdetten müssen alle noch einmal einen Gang hochschalten.

Jochen Schrievers

Aurich - Die Stimmung bei den Drittliga-Handballern des OHV ist derzeit sehr gut. Nach dem Sieg gegen die TSG A-H Bielefeld hat sich der Abstand zum Tabellenkeller wieder vergrößert und die Mannschaft hat gezeigt, dass sie noch einen Gang hochschalten kann. Mit dem TV Emsdetten reist jetzt aber ein Gegner an, der es in sich hat (Anpfiff Sonntag, 17 Uhr). Von den bisher absolvierten elf Spielen hat der TVE zehn gewonnen. Nur gegen Spitzenreiter Hildesheim setzte es eine Niederlage. „Hildesheim und Emsdetten gehen vorweg, dahinter ist es so eng, da kann jeder jeden schlagen“, sagte Niels Pfannenschmidt, Trainer der TSG A-H Bielefeld nach der Partie in Aurich zur Situation in der Liga. Nun will der OHV zeigen, dass er auch mit den Großen mithalten kann.

OHV ist personell gut aufgestellt

„Alle sind fit, auch bei Jannes Hertlein hält das Fußgelenk“, sagt OHV-Manager Ewald Meyer zur personellen Lage der Gastgeber. Damit es am Sonntag mit dem nächsten Punktgewinn klappt, müssen aber mehrere Dinge zusammenkommen. Im ersten Schritt muss Aurich an die Leistung aus den letzten Minuten gegen Bielefeld anknüpfen. Im zweiten Schritt darf sich der OHV keine längere Schwächephase leisten, wie er es am vergangenen Sonntag zu Beginn der zweiten Halbzeit getan hat.

Zuversicht nach Sieg gegen Bielefeld

„Ich hoffe, dass der Knoten jetzt geplatzt ist. Wir haben schon mehrfach gut gespielt, dann aber doch verloren. Jetzt haben wir uns endlich belohnt“, sagte OHV-Kapitän Kevin Wendlandt nach dem 31:23-Erfolg über die TSG. Vor allem die Abwehr überzeugte am vergangenen Wochenende. Doch gegen Emsdetten muss sich die Defensive wohl noch einmal steigern. Denn die Bilanz der Gäste ist eindrucksvoll. Im Durchschnitt erzielte der TVE 38 Tore pro Spiel. Was passiert, wenn Emsdetten ins Rollen kommt, bekam vor allem LiT 1912 II zu spüren. 45 Mal landete der Ball im Netz der Truppe aus Nettelstedt.

Gäste müssen auf Keeper Krechel verzichten

Dennoch warnt Lennart Lingener, Trainer des TVE, vor Überheblichkeit: „Aurich wird am Sonntag ein dickes Brett. Der OHV hat gegen Hildesheim, Wilhelmshaven und Gummersbach bewiesen, dass er an guten Tagen auf hohem Niveau spielen kann.“ Dass Torwart Oliver Krechel krankheitsbedingt passen muss, passt ihm daher gar nicht.

Auch die Stimmung in der Sparkassenarena ist Lingener nicht verborgen geblieben. Diese könne gerade in knappen Partien ein großer Faktor sein. Und genau darauf setzen die Auricher. „Wir hoffen auf ein volles Haus“, sagt Ewald Meyer. Mit dem Spiel gegen Bielefeld habe das Team Werbung für den Handball in der Region gemacht und sich am Sonntag um 17 Uhr eine große Kulisse verdient.

Jochen Schrievers
Jochen Schrievers Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung
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