Wildeshausen - Für Torsten Iverssen wäre es ein kleines Jubiläum geworden: Zum 30. Mal hatte er für diesen Sonntag, 3. Dezember, den Wildeshauser Nikolauslauf geplant. Damit ist die Veranstaltung das am längsten bestehende Laufevent im Landkreis Oldenburg – älter sogar als zum Beispiel die Sandkruger Schleife (27. Auflage am 7. Januar 2024). Klar, dass sich Iverssen auf den 30. Nikolauslauf („Das ist doch eine runde Sache!“) besonders gefreut hatte. Allerdings gab es am Dienstagnachmittag nun die Hiobsbotschaft: Aufgrund der Witterung und des Hochwassers im Bereich der Hunte, wo die Strecken traditionell entlang führen, sah sich Iverssen zur Absage des Laufes gezwungen.
Am Vormittag hatte sich der Wildeshauser, der seit der „Geburtsstunde“ des Nikolauslaufes für die Organisation verantwortlich zeichnet, noch optimistisch geäußert. Nach reiflicher Überlegung kam er dann aber doch zum Schluss, das Event zu canceln. „Es wäre das kleinste Problem gewesen, auf eine Alternativstrecke auszuweichen“, sagte Iverssen. Letztlich wäre dies aber auf einen mehrmals zu bewältigenden Rundkurs hinausgelaufen. „Und der Nikolauslauf lebt auch von seiner Atmosphäre und der schönen Strecken an der Hunte“, erklärte der 47-Jährige seine Beweggründe. Zum anderen hätten sich in diesem Jahr auch wieder sehr viele Kinder angemeldet. „Diese alternativ an der Hauptstraße laufen zu lassen, wäre nicht glücklich gewesen“, so Iverssen.
Insgesamt hatten sich bis Dienstagnachmittag bereits 172 Teilnehmer für die drei Strecken (2/6,4/12,5 Kilometer) angemeldet. „Wir werden alle informieren und das bereits gezahlte Startgeld zurücküberweisen“, kündigte Iverssen an. Der „Dauer(b)renner“ in der Kreisstadt war bislang überhaupt nur zweimal ausgefallen – und zwar coronabedingt in den Jahren 2020 und 2021. Im vergangenen Jahr fand die Veranstaltung wieder mit 226 Teilnehmern statt. Einen Ersatztermin für die 30. Auflage werde er innerhalb dieses Winters bewusst nicht mehr planen. „Wir machen den 30. Nikolauslauf dann halt erst im Dezember 2024 – dafür richtig!“, so der Organisator.
