Westerstede - Fahrräder, dicht an dicht, bestimmten am Sonntag das Bild rund ums Westersteder Gymnasium. Mehr als 350 Teilnehmer begaben sich am Vormittag unter dem Motto „Muskeln für Muskeln“ auf eine der drei Rundkurse zugunsten der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke.

Bei dieser zweiten Auflage der von Westerstedern ehrenamtlich organisierten Veranstaltung dominierte diesmal das Feld der Rennradfahrer, die aus der ganzen Region gekommen waren, um sich für den guten Zweck zu engagieren. Durch das Programm führte als Moderator Bernd Materne.

Schon im Vorfeld überreichte Andreas Leddin von der Rennrad-Trainingsgruppe Oldenburg einen Scheck in Höhe von 1100 Euro. Das Geld war bei der Saisoneröffnungsfahrt der Gruppe sowie durch weitere Spenden vom Sportverein Ofenerdiek und Zweirad Beilken zusammengekommen.

Für die Muskelkranken traten in einem zweiten Startfeld auch Freizeitradler mit herkömmlichen Fahrrädern in die Pedalen. Sogar Teilnehmer aus Berlin waren darunter.

Neben Verpflegungsständen auf der Strecke wurde unter anderem eine Cafeteria auf dem Hof des Gymnasiums angeboten. Hier kümmerten sich die Westersteder Landfrauen um das Wohl der Besucher und Teilnehmer, darunter Karola Böwer, selbst aktive Radsportlerin aus Westerstede und Vorsitzende des RSV Leer. „Sicherlich würde es Spaß machen, mitzufahren. Aber hier ist es doch auch sehr nett. Man trifft so viele Leute“, sagte die Landfrau, bevor sie sich wieder ihrer ehrenamtlichen Arbeit zuwandte.

Im Sportdress stieg dagegen Tanja Voss auf ihr Rennrad. „Ich bin erst drei Mal gefahren, mal sehen, wie es auf langer Strecke geht“, erklärte die Westerstederin, bevor sie an den Start ging.

Sichtlich beeindruckt von der großen Anzahl der Fahrradfahrer war Bürgermeister Klaus Groß. „Toll, dass sich so viele beteiligen“, sagte er und sprach den Organisatoren ein dickes Lob für die aufwendige Vorbereitung aus. Hier hatte es im Vorfeld auch noch Probleme gegeben, weil die Streckenführung mit einer Boßelveranstaltung kollidierte und die Route daher kurzfristig verlegt werden musste.

„Es ist schön, das viele gesunde Menschen für uns antreten. Wir wären gerne dabei“, erklärte Franz Koddenberg, Kontaktperson der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke Bremen/Niedersachsen in Oldenburg. Mit den Einnahmen und Spenden sollen Muskelkranke unterstützt werden. Wie viel Geld genau in die Kasse kam, wollen die Veranstalter noch mitteilen.

Kerstin Schumann
Kerstin Schumann Redaktion Westerstede