Zetel - Heinz Sopalla, 86, ist durch und durch Sportler. Von Kindesbeinen an hat er Fußball gespielt, später auch Handball, ebenso der Leichtathletik gefrönt. Mit seinen 86 Jahren strebt nun zum 46. Mal das Deutsche Sportabzeichen an. Mit dem zwei Kilogramm schweren Medizinball hat er bereits seine Kraft unter Beweis gestellt. Demnächst folgen noch die Schnelligkeit mit 200 Meter Radfahren bei fliegendem Start, 20 Kilometer Radfahren für die Ausdauer und in Sachen Koordination der Hochsprung.

Heinz Sopalla ist aber nicht nur Sportler sondern auch Funktionär. Als Sportabzeichen-Abnehmer des TuS Zetel steht er freitags auf dem Sportplatz. Früher war er Sportabzeichen-Obmann für den Landkreis Friesland. Mehr noch: Heinz Sopalla war mehr als 20 Jahre stellvertretender Kreissportbund-Vorsitzender und ist heute Ehrenmitglied.

Seine Basis ist der TuS Zetel, der Verein, dessen Vorsitzender er 37 Jahre lang war – von 1961 bis 1998 – und dessen Ehrenvorsitzender er ist. Als der Mann aus Gleiwitz (Oberschlesien) nach dem Krieg 1945 seiner Schwester nach Zetel folgte, trat er sofort in den TuS Zetel ein. „Ich habe eine Möglichkeit gesucht, Sport zu treiben.“ 1948 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Fußballclubs FC Zetel, für den er viele Jahre in der 1. und in anderen Mannschaften gespielt hat. „Sonntags habe ich vormittags Handball und nachmittags Fußball gespielt.“

Heinz Sopalla ergriff den Beruf des Lehrer, trat seine erste Stelle 1953 an der Volksschule Grünenkamp an. 1959 wechselte er an die Volksschule Zetel, später war er Konrektor der Grundschule. „Als ich 1959 zurück nach Zetel kam, fand ich keine Wohnung, also musste ich notgedrungen ein Haus bauen. Damals hatte ich gerade mal 500 Mark.“ In dem Haus wohnt er heute noch mit seiner Frau.

An 1961 erinnert sich Sopalla noch gut. „Als ich den Vorsitz übernahm, waren wir 182 Mitglieder in sieben Abteilungen. Als ich 1998 den Vorsitz abgab, hatte der TuS Zetel 1400 Mitglieder in 32 Abteilungen. Den TuS hat Heinz Sopalla auch im Gemeindejugendring Zetel vertreten, dessen Vorsitzender er 31 Jahre war und dessen Mitgliederzahl in dieser Zeit von sieben auch 31 Vereine wuchs.

Während seiner Zeit als TuS-Vorsitzender habe es mehrere Versuche einer Fusion zwischen dem TuS Zetel und dem FC Zetel gegeben. „Als TuS-Vorsitzender habe es immer abgelehnt, aus finanziellen Gründen“, erklärt Sopalla. Zu seiner Zeit als Vorsitzender lag das Freibad Driefeler Esch in der Regie des TuS Zetel. Gemeinsam mit der Gemeinde Zetel sei es Stück für Stück ausgebaut worden. irgendwann sei es dem Verein zu viel geworden, so dass die Gemeinde es ganz in die Hand genommen habe.

Fußball und Leichtathletik sind Heinz Sopallas Lieblingssportarten. Aktiv spielt er selber noch freitags Volleyball – generationsübergreifend. Zu seinen täglichen Leibesübungen gehört die allmorgendliche Gymnastik – vor dem Frühstück.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg