Jever - Warm machen gilt auch beim Schach. Schon vor Beginn des Jubiläumsturniers waren fast alle Plätze in der Mensa des Mariengymnasiums besetzt und die Spieler machten schon mal einige Züge. 37 Spieler aus ganz Niedersachsen waren der Einladung des Schachklubs Jever gefolgt, an diesem hochkarätigen Turnier teilzunehmen. 100 Jahre wird der Klub alt und das wird natürlich mit einem Turnier gefeiert.
Aus ganz Niedersachsen sind starke Spieler angereist. Bremen, Wildeshausen und Hildesheim sind nur einige Orte, aus denen die Spieler kommen, um für einige Stunden mit rauchenden Köpfen ihrer Leidenschaft zu frönen und vielleicht mit einer guten Platzierung das Turnier abzuschließen.
Auffällig ist, dass nur zwei weibliche Teilnehmer sich der Herausforderung stellen. „Das ist wohl so, Schach ist wohl noch eine Männerdomäne“, sagt Gunnar Thost, Vorsitzender des Vereins. „Auch bei uns im Klub sind überwiegend männliche Spieler vertreten. Auch wenn wir knapp 40 Prozent Jugendliche haben, ziehen es die jungen Damen vor sich mit anderen Dingen zu beschäftigen.“
Dabei hat der Schachklub eigentlich gute Voraussetzungen, auch weibliche Mitglieder zu gewinnen, denn die Schachaktivitäten des Mariengymnasiums, die Dr. Martin Lichte aktiv fördert, richten sich dort sowohl an Schülerinnen als auch an Schüler. Jedoch in den Verein gehen eher die Jungen.
Und nach sieben Partien für jeden Spieler gab es nicht einen Sieger. Zwei Spieler mussten sich punktgleich den Sieg teilen: Ilja Schneider (Berlin) und Christian Richter (Osnabrück) stiegen beide aufs Podest, weil sie auch gegeneinander unentschieden gespielt hatten. Der dritte Platz blieb in der Region und ging an Bernd Korsus aus Wilhelmshaven vor dem punktgleichen Daniel Margraf aus Delmenhorst. Beste Jugendliche wurden Duv Ngo (Wildeshausen) und Paul Wiebelinski (Osnabrück) punktgleich auf Platz 5 vor Lokalmatador Karl-Heinz Jürgens, der zurzeit für Schortens spielt.
