Ihre Goldene Hochzeit feierten am Donnerstag in Ahlhorn Ludwig und Ingrid Spielberger. Das Ehepaar wurde am 29. Juli 1960 in Großenbrode an der Ostsee getraut. Das ist der Ort, in dem Ingrid Spielberger (68) aufwuchs. Geboren wurde sie in Köslin (Pommern). Ludwig Spielberger (72) stammt aus dem niederbayrischen Straubing. Dazwischen liegen fast 1000 Straßenkilometer. Ludwig Spielberger hatte als junger Soldat bei der Luftwaffe mit einem Kameraden die Idee, als „Flieger“ per Anzeige Brieffreundinnen zu suchen. Ingrid Spielberger und eine Freundin antworteten. „Wir haben uns fast ein Jahr geschrieben“, erzählt Ingrid Spielberger. Silvester 1957 kam es dann zum ersten Treffen in Großenbrode. Und es hat gefunkt bei den beiden. Ludwig Spielberger fuhr fast jedes freie Wochenende nach Großenbrode. Dann wurde er nach Diepholz versetzt. Dorthin zogen beide auch nach der Hochzeit. „Insgesamt sind wir in den 50 Jahren sieben Mal umgezogen“, wissen Spielbergers zu berichten. Fürstenfeldbruck war zum Beispiel eine Station. Ludwig Spielberger machte seinen Meister als Triebwerks- und Hubschraubermechaniker. Als das Hubschraubertransportgeschwader 64 nach Ahlhorn verlegte, zogen Spielbergers mit. Und Ahlhorn ist ihre Heimat geworden, sagen sie. 1991 ging Ludwig Spielberger als Stabsfeldwebel in den Ruhestand. Seine Frau, gelernte Einzelhandelskauffrau, hat 30 Jahre im Laden von Kurt Ruge gearbeitet, zuletzt 18 Jahre in der Sager Filiale.
Die Jubilare haben drei Kinder und fünf Enkelkinder. Das große Hobby war über Jahrzehnte das Segeln, auch auf hoher See, bis es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ging.
Wenn Spielbergers nicht auf dem Schiff waren, dann waren sie im Ahlhorner Schützenhaus anzutreffen. Ludwig Spielberger war 20 Jahre Sportleiter und davor schon Jugendleiter des Schützenvereins. Ingrid Spielberger engagierte sich unter anderem zehn Jahre als Damenleiterin. Beide waren auch schon mal Schützenkönige.
