Neuenburg - Handballer sind hart im Nehmen: Trotz des sehr wechselhaften Wetters ließen sich über 600 Handballer die gute Laune beim 69. Pfingstturnier der HSG Neuenburg/Bockhorn nicht verderben. Hatten die die Spielerinnen und Spieler am Anreisetag noch zahlreiche Sonnenbrände abbekommen, wechselte in der Nacht zum Sonnabend das Wetter schlagartig. Immer wieder kam es zu teils heftigen Regenschauern. „Die Zuschauer sahen dennoch spannende Spiele. Wir freuen uns über ein absolut reibungsloses Wochenende“, sagte Florian Prill vom Orga-Team.

Nach der „Players-Night“ mit DJ Westi griffen am Sonnabend 50 Mannschaften ins Spielgeschehen ein. Bei den Männern spielten 30 Teams in sechs Gruppen den Sieger aus. Die Halbfinalspiele verliefen äußerst knapp. Im ersten Halbfinale standen sich die Mannschaften von „Talbrücke Köttersbach“ vom TV Angermund und „Los Mercenarios“ aus Oldenburg gegenüber, das „Talbrücke Köttersbach“ am Ende mit 5:4 für sich entscheiden konnte. Im zweiten Halbfinale setzten sich „Die Bionischen“ aus Rostock gegen BSG Lokomotive Veddel/Ballinstadt aus Hamburg knapp mit 4:3 durch. Das Spiel um Platz drei konnte dann die Mannschaft von Los Mercenarios mit 9:7 für sich entscheiden. Das Finale zwischen den „Bionischen“ und der „Talbrücke Köttersbach“ war packend, doch die Köttersbacher Abwehr war unüberwindbar, so dass „Talbrücke Köttersbach“ am Ende mit einem 6:3 den Turniersieg beim „Volksbank-Cup“ feiern konnte.

Bei den Frauen traten 20 Mannschaften in vier Gruppen an. Titelverteidiger „Jade(Busen)Wunder“ schied bereits nach der Vorrunde aus. Im ersten Halbfinale setzten sich die „Spartaner“ aus Varel gegen „Bambina Della Schiuma“ aus Schaumburg mit 7:6 durch. Im anderen Halbfinale stand mit dem Wilhelmshavener HV III eine Mannschaft in der Vorschlussrunde, die nicht alle auf dem Zettel hatten. Allerdings hatten diese gegen den Vorjahresfinalisten von „Donna Della Schiuma“ doch keine Chance und verloren mit 5:9. Das Spiel um Platz drei gewann „Bambina Della Schiuma“ mit 5:2. Im Finale kam es zur Neuauflage des Vorrundenspiels zwischen „Spartaner“ und „Donna Della Schiuma“. Die „Donnas“ waren an diesem Tag einfach nicht zu schlagen und gewannen am Ende mit 8:5.

Die Siegerehrung wurde am Abend im Festzelt im Rahmen der großen Urwaldparty durchgeführt. Im Anschluss daran sorgte DJ Westi für reichlich Unterhaltung und animierte nicht nur die Handballer zum Tanzen. Rund 1000 feierwütige Handballer und Nichthandballer rockten bis in die frühen Morgenstunden das Festzelt auf der Neuenburger Urwaldkampfbahn.

Am Sonntag begann um 11 Uhr das Turnier der höherklassigen Mannschaften. Während es bei den Männern acht Mannschaften waren (eine Mannschaft musste nach dem ersten Spiel verletzungsbedingt zurückziehen), die um den Turniersieg kämpften, waren es bei den Frauen nach zwei Absagen nur noch vier Mannschaften, die um das Preisgeld spielten. In dieser Vierergruppe spielte jeder gegen jeden die Plätze aus. Nach spannenden Spielen standen die drei Erstplatzierten gegen Mittag fest. Sieger wurde, wie auch am Sonnabend, die Mannschaft von den „Donna Della Schiuma“. Platz zwei belegten auch am Sonntag die „Spartaner“ aus Varel. Auf den dritten Platz folgte dann die heimische HSG Neuenburg/Bockhorn.

Bei den Männern wurde das Turnier zunächst in zwei Gruppen ausgespielt, ehe über K.o-Spiele der Turniersieger ermittelt wurde. Im Finale standen sich am Ende des Tages der Seriensieger „Los Mercenarios“ und „SG Dynamo I aus Berlin gegenüber. In einem lange auch knappen Spiel wollten die Berliner die Siegesserie der Seriensieger von den „Mercenarios“ einreißen. Lange sah es auch gut aus, doch nach der Spielzeit von 15 Minuten fehlte ein Tor zum Unentschieden, so dass die Mannschaft von „Los Mercenarios“ ihren Titel aus dem letzten Jahr verteidigen konnten. Im Spiel um Platz drei unterlag die heimische HSG Neuenburg/Bockhorn der HSG Lesum/St. Magnus mit 6:9.

„Unser Dank geht an alle Mannschaften, dass sie trotz Wind und Wetter so gut durchgehalten und mitgemacht haben, und an die Sanitäter von den Johannitern aus Varel, die immer schnell bei Blessuren zur Stelle waren“, freut sich das Organisationsteam jetzt schon auf das Jahr 2017.