ABBEHAUSEN/BLEXEN/GROßENSIEL - In Blexen stand die Maibaumfeier im Zeichen des bevorstehenden Klootschießer-Jubiläums. Allerorts wurde in den Mai getanzt.
von Torsten Lange
ABBEHAUSEN/BLEXEN/GROßENSIEL - Die Bäume am Wegesrand zeigen nach dem langen Winter erst zarte grüne Knospen: Um so wichtiger der frühlingsfrische Optimismus, den die Vereine in Abbehausen, Blexen und Großensiel kundtaten, um den Frühling zu begrüßen. Ihre Maibäume reckten sich grün bekränzt und mit bunten Papierblumen geschmückt in den wolkengrauen Aprilhimmel. Die Tradition des Maibaumaufstellens zog auch in diesem Jahr wieder einige Hundert Bürger auf die Straßen und Festplätze.In Abbehausen rollten die Männer des Klootschießer- und Boßelvereins den Maibaum von der Lokhalle in der Mühlenstraße zum Festplatz beim „Butjadinger Tor“. Dort hievten sie den kleinen Bruder des großen Bayernmaibaums in die Höhe. Musikalisch begleitet wurde der Umzug vom Spielmannszug des Turnvereins Loxstedt. Auch Abordnungen befreundeter Vereine hatten sich dem Umzug angeschlossen.
Am Nachmittag hatte eine Kinderdisco erfreuliche Resonanz gefunden, bilanzierte der Klootschießer-Vorsitzende Hans-Georg Speckels. Trotz verlängertem Urlaubswochenende, Konfirmationssonntag und unbeständigem Wetter kamen viele Abbehauser und Ellwürder zum Maifest. Der „Tanz in den Mai“ war mit 250 Gästen sehr gut besucht. Bis um vier Uhr morgens feierten die Gäste.
Den „Tanz in den Mai“ in Blexen besuchten etwa 160 Gäste, zählte Heide Mühlan vom Blexer Klootschießerverein. Die Friesensportler hatten gemeinsam mit dem Blexer Turnerbund das Maibaumsetzen organisiert. Nordenhams Vizebürgermeister Ulf Riegel lobte in seiner Ansprache nach dem Aufstellen des Baumes am Abend den großen Besucherzuspruch zu dem Fest an der Blexer „Eiche“. Seit 1998 fand in Blexen erstmals wieder ein „Tanz in den Mai“ statt. Er lebte anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Blexer Klootschießervereins in diesem Jahr wieder auf. Der Jubiläums-Festakt findet am 16. September statt.
Aus gleichem Grund waren ehemalige Maikönigspaare eingeladen, am Umzug und dem Fest teilzunehmen. In mühevoller Recherchearbeit konnten zahlreiche Maikönigspaare ausfindig gemacht werden. 30 ehemalige Majestäten schlossen sich dem Umzug an. Die Amtszeit von Christa Schalt und Reiner Büsing liegt am längsten zurück: Sie hatten 1951 die Königswürde inne. In diesem Jahr saßen Annett Neitzel und Sören Drebing in der Ponykutsche. Traditionell wurde das Maikönigspaar des nächsten Jahres auf dem Ball gekürt: Nach dem Ehrentanz um Mitternacht überbrachten Neitzel und Drebing die Königswürde an Jens Dörrbecker und Nadja Hirsch, die im kommenden Jahr die Ehrenaufgabe wahrnehmen werden.
In Großensiel zählte am Abend der Vorsitzende des Heimatverein Club Weserstrand, Günter Mehrtens, 300 Gäste im Saal und auf dem Außengelände. Am Nachmittag hatten die Großensieler etwas Bedenken wegen des schlechten Wetters, doch auch sie konnten ihren Maibaum aufstellen, ohne unter Regenschauern zu leiden. In der Kutsche, die beim Umzug von einem historischen Traktor gezogen wurde, saßen die Maikönigin Justine Jamaine Voßkamp und Maikönig Marcel Meyer. Grüße überbrachte neben Bürgermeister Dr. Georg Raffetseder und seiner Vertreterin Angelika Zöllner auch Karlheinz Ranft: „Großensiel gehört von der Geschichte mit nach Abbehausen,“ erklärte Mehrtens, darum sei der Ortsbürgermeister der Altgemeinde eingeladen worden.
