ACHTERNMEER - Die Leistungsklasse-Fußballer des SV Achternmeer haben im Achtelfinale des Kreispokals für eine Überraschung gesorgt. Völlig verdient schlugen sie am Mittwochabend den Kreisligisten VfR Wardenburg 4:2 (2:1). Der VfR ist nach Stenum II, Ahlhorn II, Tungeln und Wildeshausen der fünfte Kreisligist, der in dieser zweiten Runde die Segel streichen musste.

Die Rollen waren in diesem Match von Beginn an klar verteilt: Achternmeer spielte aus einer kompakten Abwehr auf Konter, während der VfR eigentlich mit spielerischen Mitteln seine Chance hätte suchen können. Dazu war die Mannschaft über weite Strecken des Spiels nicht in der Lage. „Wir haben uns vorgenommen, auf Fehler der Gäste zu warten“, verriet SVA-Spielertrainer Andre Haake seine Taktik. Und die ging voll auf. Wardenburg verlor wiederholt bei Einzelaktionen den Ball, was der SVA für sich zu nutzen wusste. Hinzu kam, dass bei den Gastgebern deutlich der Wille zu spüren war, dieses Match für sich entscheiden zu wollen. Der VfR dagegen agierte dagegen nur halbherzig. „Wir haben kollektiv geschlafen“, brachte es VfR-Spieler Marco Asche auf den Punkt.

„Wir haben zu selten alle Spieler beim Training. Das macht sich bemerkbar“, analysierte VfR-Trainer Klaus Delbanco, der wieder nur auf einen kleinen Kader zurückgreifen und nicht mit Unterstützung aus den unteren Mannschaften bauen konnte. Erschwerend für die Zukunft des VfR kommt hinzu, dass Matthias Schmidt Schiedsrichter Dolch beleidigte, was Rot zur Folge hatte. Eine Sperre von wenigstens zwei Spielen wird noch folgen.

Nachdem die Gastgeber durch einen Doppelschlag seines Sturmduos Haake/Maaser in Führung gegangen waren, keimte beim VfR nach dem Anschlusstreffer Hoffnung auf. Die bekam aber schon unmittelbar nach dem Wechsel einen Dämpfer, als Keeper Högl einen harmlosen Ball abprallen ließ – Maaser staubte zum 3:1 ab. Auch der erneute Anschlusstreffer schockte den SVA nicht. Er nutzte einen Ballverlust von Moed im Mittelfeld zur endgültigen Entscheidung.

Tore: 1:0 Maaser (21.), 2:0 Haake (26.), 2:1 Wenzel (31./FE), 3:1 Maaser (46.), 3:2 Nendza (60.), 4:2 Maaser (75.).