Cleverns - Bei der Jahreshauptversammlung der Sportgemeinschaft Cleverns-Sandel kritisierte Vereinsvorsitzender Alexander Rességuier das mangelnde Interesse am Vereinsleben. Für einen lebendigen Verein, so Rességuier, reiche es nicht aus, das die Mitglieder von einigen wenigen, „bespaßt“ werden. Er forderte deshalb dazu auf, sich im Vereinsleben einzubringen und es mitzugestalten, damit der Verein langfristig überleben könne.
Grund für das mangelnde Interesse sei auch das Fehlen einer ortsnahen Versammlungsstätte – Lösungsvorschläge Mangelware. Eine Nutzung des vereinseigenen Nebenzimmers in der Gymnastikhalle sei wegen der geringen Größe problematisch.
Rességuier kündigte unterdessen an, bei der Vorstandswahl 2014 nicht wieder zu kandidieren. Das 30-jährige Bestehen der Sportgemeinschaft wird am 7. September in der Sporthalle gefeiert.
Die noch konstanten Mitgliederzahlen im Jugendbereich, so der Vorsitzende, könnten sich wegen der zu wenigen Geburten in der Altgemeinde Cleverns-Sandel bald verringern. Derzeit profitiert der Sportbetrieb von der Nichtumsetzung der Ganztagsschule in Cleverns, so dass sich die Schulkinder nachmittags in den Sparten Turnen, Gymnastik, Ballspiele, Tischtennis und Basketball austoben können.
Die Kinder- und Jugendarbeit zu verstärken wird weiterhin forciert. Da es an Übungsleitern fehlt, sind hier die jugendlichen Mitglieder aufgerufen, sich zu qualifizierten Übungsleitern ausbilden zu lassen.
Sportwart Kai Feldmann berichtete vom „kometenhaften Aufstieg“ der Basketballer. Erst im vergangenen Sommer wurde diese Sparte wiederbelebt. 14 Siege wurden in 14 Spielen eingefahren. Mit den aktuellen Erfolgen im Punktspielbereich Tischtennis behauptet sich der Verein im Landkreis gut.
Kassenwart Andreas Titze erwähnte mit Stolz, das die 400-Mitglieder-Stärke des Vereins seit Jahren nicht unterschritten wurde. Für die Instandhaltung der Gymnastikhalle wegen Bauschäden sind erhebliche Kosten entstanden, so dass eine Beitragserhöhung einstimmig beschlossen wurde. Die Erhöhung falle jedoch moderat aus – noch immer liege man unter dem Niveau der Umlandsvereine.
