AHLHORN - Für die vier Landkreis-Teams geht es in der Fußball-Bezirksliga an den letzten beiden Spieltagen eigentlich nur noch um die „goldene Ananas“. Denn seit dem 4:1 des FC Ohmstede über Esenshamm vom Dienstagabend steht fest, dass der TSV Ganderkesee zusammen mit dem VfL Wildeshausen den Gang in die Kreisliga antreten muss.

Dennoch haben die Klubs keine Punkte zu verschenken, erst recht nicht im Derby zwischen dem Ahlhorner SV und dem VfL aus Wildeshausen. Der VfL Stenum möchte seinen Lauf in Eversten fortsetzen, während der TSV zum letzten Auswärtsspiel nach Heidkrug reist. Alle Spiele beginnen am Sonntag um 15 Uhr.

Ahlhorner SV – VfL Wildeshausen (Sr.: Kärcher). „Der Drops ist gelutscht, aber wir wollen uns vernünftig aus der Liga verabschieden“, sagt VfL-Trainer Ulrich Bohrer, der darauf spekuliert, dass Ahlhorn seine zweite Mannschaft im Kampf um den Aufstieg in die Kreisliga unterstüzt. Für einen möglichen Überraschungserfolg stehen Bohrer außer dem verletzten Horst-Siegfried Eickhoff und dem rotgesprerrten Kai Meyer alle Akteure zur Verfügung. Zusätzlich wird er seinen Kader mit Kai Schmale und Pierre Kramer von der zweiten Mannschaft verstärken.

Aber auch der ASV um Spielertrainer Carsten Stammermann ist um einen versöhnlichen Saisonabschluss bemüht, setzte es vor dem jüngsten Auswärtssieg doch zwei Heimniederlagen. „Gegen einen Absteiger müssen wir gewinnen. Dann schmeckt auch das Freibier besser, zu dem wir unsere Fans nach dem Spiel einladen“, gibt Stammermann eine klare Marschroute vor. Mit dem freien Trunk möchte sich die Mannschaft auch ein wenig für die verkorkste Rückrunde bei den Fans entschuldigen. Nach einer starken Hinserie mit 34 Punkten holte der ASV in der Rückrunde bisher nur derer zehn. Für Spannung dürfte also noch einmal gesorgt sein.

TuS Heidkrug – TSV Ganderkesee (Sr.: Katz). Die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt ist seit Dienstagabend – Ohmstede siegte gegen Esenshamm – dahin und der Abstieg in die Kreisliga Gewissheit. TSV-Coach Matthias Trätmar ärgert besonders die Art und Weise, wie der FC Ohmstede seine Spiele zum eigenen Vorteil verlegt hat, um drei Punktspielen innerhalb einer Woche aus dem Weg zu gehen. „Der Abstieg tut weh, das müssen meine Jungs erst einmal verdauen“, gab sich Trätmar etwas resignierend. Bei seinem alten Verein möchte er dennoch ein gutes Spiel abliefern „und danach mit meinem Freund und TuS-Trainer Detlev Garmhausen ein Bier trinken“. Die dünne Personaldecke des TSV lässt allerdings wenig Raum zum wechseln. „Meine Jungens gehen auf dem Zahnfleisch“, so Trätmar, weshalb ein Auswärtssieg beim Tabellensechsten eher unwahrscheinlich zu sein scheint.

TuS Eversten – VfL Stenum (Sr.: Gerken). „Diese Saison kann man kaum noch toppen“, sagt VfL-Trainer Uwe Hammes, der auf eine starke Spielzeit seiner Spieler zurückblickt und sich ärgert, dass es nicht zu mehr als Platz zwei gereicht hat: „Normalerweise reichen 65 Punkte locker zum Titel. Am Ende wollen wir 71 haben und werden doch nur Zweiter“. Denn dem VfB Oldenburg II fehlt nur noch ein Pünktchen, um als Aufsteiger auch rechnerisch festzustehen.

Aus den letzten zwei Partien gegen Eversten und Heidkrug fordert Hammes sechs Punkte, „weil die letzten beiden Spiele im Hinterkopf bleiben und für die neue Saison motivieren sollen“. Dabei werden sich die Akteure über Einsatzzeit freuen können, die im Saisonverlauf nur wenig Spielzeit bekommen haben. Dafür stehen ihm alle Spieler zur Verfügung.