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Faustball-Dm So schön jubeln Deutsche Meister


Deutscher Meister: Die Spielerinnen und Trainer   der weiblichen U 18 des TV Brettorf  und der mitgereiste Fanclub feiern in Pfungstadt.
TV Brettorf

Deutscher Meister: Die Spielerinnen und Trainer der weiblichen U 18 des TV Brettorf und der mitgereiste Fanclub feiern in Pfungstadt.

TV Brettorf

Ahlhorn/Brettorf - Die weiten Reisen haben sich wahrlich gelohnt: Im hessischen Pfungstadt fielen sich die Spielerinnen der weiblichen U 18 des TV Brettorf jubelnd in die Arme, und im bayerischen Rosenheim ließen die Männer 45 des SV Moslesfehn die Kronkorken knallen. Gleichermaßen euphorisch war bei beiden Teams auf jeden Fall die Reaktion auf den Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Dagegen verpasste der Ahlhorner SV mit seinen Mädchen und Jungen den Sprung auf das Siegerpodest.

Weibliche Jugend U 18

Grenzenlos war die Freude bei den Mädchen des TV Brettorf. „Wir haben unser Ziel sogar noch getoppt“, jubelte Karen Kläner, die zusammen mit Malte Hollmann das Trainergespann beim TVB bildet. In Pfungstadt lieferten die Brettorferinnen bereits während der Vorrunde starke Leistungen ab. Mit drei Siegen gegen VfL Kellinghusen (11:4, 11:6), TSV Pfungstadt (11:4, 11:3) und TV Weisel (11:2, 11:2) sowie einem Remis gegen TSV TSV Calw (4:11, 11:7) belegten die TVB-Mädchen Rang zwei in ihrer Gruppe.

Der Ahlhorner SV musste direkt im DM-Auftaktspiel gegen den Topfavoriten TV Jahn Schneverdingen eine Niederlage hinnehmen (4:11, 9:11), hielt sich in den weiteren Gruppenspielen gegen TV Waibstadt (11:5, 11:6), ESV Schwerin (11:6, 11:5) und MTV Rosenheim (12:10, 11:5) aber schadlos und belegte somit ebenfalls Platz zwei.

Am zweiten Turniertag qualifizierten sich dann sowohl Brettorf (11:6, 8:11, 11:3 gegen Rosenheim) als auch Ahlhorn (11:7, 12:10 gegen Pfungstadt) für das Halbfinale. Dort trafen die TVB-Spielerinnen auf ihren Angstgegner aus Schneverdingen. „Die letzten Vergleiche hatten wir alle verloren“, berichtete Karen Kläner. Doch diesmal passte bei ihrer Mannschaft alles, und Brettorf entschied das Spiel mit 11:6, 11:9 für sich. Für Ahlhorn endete der Finaltraum gegen Calw (8:11, 11:13), und auch das Spiel um Platz drei verlor der ASV unglücklich gegen Schneverdingen (6:11, 11:4, 7:11). Trotz der knapp verpassten Medaille war ASV-Trainerin Bianca Nadermann stolz auf ihre Spielerinnen. „Wir hatten mit Abstand das jüngste Team, und die Mädchen haben starke Leistungen gezeigt.“

Nicht mehr aufzuhalten waren derweil die Brettorferinnen, die auch das Endspiel gegen Calw für sich entschieden (11:8, 11:6). „Wir haben unsere Lehren aus dem Vorrundenspiel gezogen und hatten den Gegner super im Griff“, freute sich Trainerin Karen Kläner. Nach dem Finale erhielten Jule Weber als beste Zuspielerin und Ida Hollmann als beste Abwehrspielerin eine Sonderehrung. Außerdem gehören Christin Hirsch, Lena Luthardt, Hannah Aschenbeck, Carina Hirsch, Leonie Steenken und Luisa Koletzek zum Team.

Männliche Jugend U 18

Nicht in die Medaillennähe kamen die Jungs des Ahlhorner SV bei ihren Titelkämpfen in Dennach. Sie verpassten als Gruppenvierter knapp den Einzug in die Hauptrunde und fanden sich somit am Sonntag nur noch in den Platzierungsspielen wieder. Nach einem 1:1 zum Auftakt gegen TSV LoLa (11:7, 8:11) mussten sich die Ahlhorner sowohl gegen TSV Dennach (5:11, 7:11) als auch NLV Vaihingen (6:11, 6:11) geschlagen geben. Der abschließende Sieg gegen TV Rendel (11:7, 11:5) half dem Team von Trainer Thomas Neuefeind nicht mehr – mit 3:5 Punkten musste die ASV-Mannschaft den Konkurrenten aus Dennach, LoLa (beide 6:2) und Vaihingen (5:3) den Vortritt lassen.

In der Platzierungsrunde folgte zunächst gegen den Güstrower SC eine weitere Niederlage (3:11, 11:5, 7:11). Mit dem abschließenden 2:0-Erfolg – wiederum gegen Rendel – beendete der ASV das Turnier auf Platz neun.

Männer 45

Die Entscheidung, die Reise in den südlichen Zipfel Bayerns mit dem Zug anzutreten, erwies sich als genau richtig. „Nach dem gewonnenen Endspiel haben wir am Sonntagabend noch lange gefeiert“, verriet Moslesfehns Spieler Sven Würdemann nach dem Überraschungscoup seines Teams. Dabei stand die Truppe vom Küstenkanal während der Vorrunde am Samstag schon knapp vor dem Aus. Viermal teilten sich die Moslesfehner die Punkte in den Partien gegen VfL Kellinghusen (11:7, 8:11), TV Ochsenbach (11:8, 5:11), Titelverteidiger SSV Heidenau (6:11, 11:9) und FBC Offenburg (11:6, 6:11). Das minimal bessere Ballverhältnis gegenüber dem punktgleichen Konkurrenten aus Heidenau bescherte dem SVM schließlich Rang drei und damit einen Platz in der Hauptrunde.

„Damit hatten wir unser Ziel eigentlich schon erreicht“, erklärte Würdemann. „Wir wollten unter die ersten sechs Teams kommen – alles weitere wäre Zugabe. Doch in der Hauptrunde hat dann wirklich alles gepasst“, freute sich der Moslesfehner über den starken zweiten Turniertag seiner Truppe. Mit einem Dreisatzsieg gegen den Leichlinger TV (11:7, 10:12, 11:5) qualifizierten sich die Moslesfehner für das Halbfinale. Dort folgte der nächste Krimi. In einem Spiel auf Augenhöhe bezwangen die SVM-Männer den FBC Offenburg mit 2:1 (7:11, 11:9, 11:9). Im Endspiel trafen die Moslesfehner auf den Gastgeber MTV Rosenheim. In beiden Sätzen dominierte das Team vom Küstenkanal und gewann am Ende souverän mit 11:4, 11:8. Zur erfolgreichen Mannschaft gehören Jens Kolb, Ralf Pfleger, Marco Weigt, Thomas Heinrich, Michael Lehmann und Sven Würdemann.

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)
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