AHLHORN - „Es hätte ein richtig tolles Spiel werden können, wenn wir nur mitgezogen hätten“, klagte Katharina Carl, Faustballerin des Ahlhorner SV II. In der zweiten Bundesliga hat ihr Team in Leichlingen zwar zunächst den Tabellenletzten Leichlinger TV mit 3:0 (11:5, 11:7, 11:8) besiegt, dann aber im Spiel gegen den MTV Hammah mit 0:3 (7:11, 6:11, 7:11) verloren.

Carl hätte ihre Mannschaft durchaus auf Augenhöhe mit den starken Frauen vom MTV gesehen, doch wie schon am vergangenen Wochenende bei den Partien gegen den MTSV Selsingen II und den TV Voerde genügte der Mannschaft eine schwache Leistung nur zum Sieg gegen das Team vom Tabellenende. Diesmal standen die Ahlhornerinnen gegen den Zweitplatzierten aus Hammah auf verlorenem Posten. Schuld seien die eigenen Ansprüche: „Wir wollen immer alles gleich hundertprozentig machen, und dann verkrampfen wir sofort.“ Schon im ersten Spiel gegen den noch punktlosen Leichlinger TV habe es Unsicherheiten gegeben, die beim klaren Dreisatz-Sieg jedoch ohne Folgen blieben. Als es dann gegen die starken Frauen aus Hammah ging, wurden die Defizite offengelegt. Über die Frage, was genau der Fehler im Spiel der Ahlhornerinnen war, zeigte sich Carl ratlos. Sie hätten im zweiten Satz gegen Hammah ausgewechselt: Karen Macke ging raus, für sie kam Gesche Nietfeld ins Spiel. Doch auch das habe nichts genützt.

„Wir haben nicht das Problem, dass einzelne Spielerinnen schwach wären“, erklärte Carl. Was in solchen Situationen fehle, sei Rat von der Außenlinie – Trainerin Edda Meiners ist meist mit der ersten Mannschaft in der Bundesliga unterwegs. Carl überlegt: „Vielleicht fragen wir nach, ob wir für den nächsten Spieltag eine Lösung finden.“