AHLHORN - Großes Derbywochenende für die Männer des SV Moslesfehn in der Faustball-Bundesliga: An diesem Freitag empfängt der SVM auf dem Sportplatz an der Korsorsstraße zunächst den Ahlhorner SV (Anpfiff 18.30 Uhr), bevor es am Sonnabend auf die kurze Reise nach Brettorf geht, wo der TVB ab 16 Uhr Gastgeber ist.

Allerdings dürfte sich beim SVM die Vorfreude auf die beiden Nachbarschaftsduelle einigermaßen in Grenzen halten – schließlich sind für das Tabellenschlusslicht bei realistischer Betrachtung beide Spitzenteams eigentlich eine Nummer zu groß. Für die nach drei Spieltagen noch punktlose Mannschaft von Trainer Jan von der Pütten wird es wohl in erster Linie darum gehen, die Niederlagen in einem erträglichen Rahmen zu halten und Erfahrungen für den weiteren Saisonverlauf zu sammeln.

„Alles andere als ein Sieg wäre eine herbe Enttäuschung“, gibt auch Brettorfs Trainer Klaus Tabke zu. Mit dem vor allem in der Höhe überraschenden 5:2-Sieg gegen Ahlhorn in der vergangenen Woche hat der zweitplatzierte TVB eindrucksvoll bewiesen, das mit ihm in dieser Spielzeit zu rechnen ist. „Jetzt müssen wir nachlegen“, fordert Tabke, der noch um den Einsatz der angeschlagenen Stefan Nordbrock, Timo Kläner und Tim Lemke bangt.

Beim Ahlhorner SV hat die Derby-Pleite gegen Brettorf für reichlich Ernüchterung gesorgt. „Brettorf war überragend und hat uns keine Chance gelassen“, erkannte Trainer Thomas Neuefeind die erste Saisonniederlage an. Insbesondere im Angriffsspiel habe seine Mannschaft nicht überzeugt. Trotzdem sieht Neuefeind keinen Grund, Trübsal zu blasen. „Das wirft uns nicht aus der Bahn. Wir sind mit 8:2 Punkten weiterhin voll im Soll“, sagt er und meint mit Blick auf die Spiele in Moslesfehn und gegen den MTV Hammah (Sonnabend, 16 Uhr, Sportplatz Katharinenstraße): „Wenn wir da zwei Siege holen, ist die Niederlage gegen Brettorf vergessen.“

Den sich mit Knieproblemen herumschlagenden Tim Albrecht möchte Neuefeind an diesem Freitag beim SVM nach Möglichkeit schonen. Unterschätzen will er den Gegner aber nicht: „Eigentlich darf da nichts anbrennen. Aber wir wollen nicht die Ersten sein, die dort richtig Probleme bekommen.“ Optimistisch ist der Trainer auch für das Duell mit dem punktgleichen (8:2) MTV Hammah. „Wenn wir alles abrufen, sollte ein Sieg für uns drin sein.“