AHLHORN - Eine Leistungssteigerung gegenüber den letzten beiden Heimspielen reichte beim Fußball-Bezirksligisten Ahlhorner SV nicht aus, um gegen den TuS Heidkrug erfolgreich zu sein. Er verlor die Begegnung am Sonnabend mit 2:3 (1:1) Toren.
„Ich kann vor meiner Mannschaft nur den Hut ziehen. Sie hat heute die beste Saisonleistung gezeigt“, meinte Ahlhorns Trainer Carsten Stammermann. Sicher hatte er Recht, wenn er den Einsatzwillen und die Einstellung seines Teams damit beurteilte. Allerdings reichte es spielerisch erneut nicht aus, um eine Gästemannschaft zu schlagen, die nicht souverän spielte und den Beweis, eine Spitzenmannschaft zu sein, schuldig geblieben ist.
Die Partie begann fast mit einem Paukenschlag. Ein Abschlag des Gästekeepers fiel einem ASV-Abwehrspieler auf den Rücken und Heidkrugs Routinier Ralf Faulhaber versuchte mit einem Heber aus gut 35 Metern den vorgerückten ASV-Torwart Alexander Lohrey zu überlisten, was aber misslang.
TuS schießt das erste Tor
Wenig später verfehlte ein Kopfball des Heidkrugers Christian Klar sein Ziel. Im Gegenzug vergab Silvio Schröder fahrlässig eine Möglichkeit nach einem misslungenen Querpass des Heidkrugers Philip Stefan (8.). Überhaupt häuften sich in dieser Phase die Abspielfehler der Gäste, die die Ahlhorner Spieler mit druckvollem Forechecking teilweise auch provozierten. Dem Stammermann-Team war deutlich anzumerken, dass es die beiden letzten Heimauftritte wieder gut machen wollte. Kapital aus den Fehlern der Gäste schlug der ASV zunächst jedoch nicht. Ganz im Gegenteil, es war sogar der TuS, der in der 28. Minute zum 1:0 traf. Andreas Lorer hatte energisch nachgesetzt, als der Ball zweimal durch den Fünfmeterraum gespielt wurde. In der Folge übernahmen erneut die Platzherren das Geschehen und drängten auf den Ausgleich. Dieser gelang Christoph Benkendorf, der sich in der 44. Minute ein Herz nahm und den Ball von der Strafraumgrenze ins lange Eck beförderte.
Fehler in ASV-Abwehr
Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel schauten einige ASVer zu, wie sich Nils Giza den Ball für eine Flanke zurechtlegte, anstatt ihn dabei zu stören. Das Ergebnis dieser Schlafmützigkeit war das 1:2 durch einen Kopfball von Ralf Faulhaber, der die Flanke verwertete (44.). Aber die Einheimischen wollten die drohende Niederlage nicht akzeptieren und erarbeiteten sich Ausgleichsmöglichkeiten. Kilian Schrinner (53.), Janek Ruff (61.) und kurz darauf Silvio Schröder vergaben aber ihre Möglichkeiten.
Die Vorentscheidung fiel in der 68. Minute, als Patrick Finke einen abgeprallten Ball volley zum 3:1 ins ASV-Tor drosch. Allerdings hätte dieser Treffer nicht zählen dürfen, denn gleich zwei TuS-Akteure standen unmittelbar vor Torhüter Lohrey im Abseits. Das wurde weder vom Schiedsrichter noch vom zuständigen Assistenten angezeigt. Nach Spielende waren allerdings beide Trainer auf das Schiedsrichtergespann nicht gut zu sprechen.
Der ASV bewies aber wieder einmal gute Moral. Er nach wie vor alles versuchte, um wieder heranzukommen. Auch die Abwehrspieler mit nach vorne, um die Wende einzuleiten. Aber es fehlte den Akteuren die letzte Konsequenz, um erfolgreich zu sein. Erst in der Nachspielzeit stellte Abwehrspieler Dennis Brake mit einem Freistoß in den Torwinkel das Endergebnis her. Kurz danach pfiff der Unparteiische die in der Schlussphase hektische und giftige Partie ab.
