AHLHORN - Der Freitagabend ist im ZDF seit Jahrzehnten für Krimis reserviert. All diejenigen, die sich entschlossen, den Abend nicht vor dem Fernseher zu verbringen, sondern das Bezirksligaspiel zwischen dem Ahlhorner SV und dem Heidmühler FC zu besuchen, erlebten mindestens genauso spannende Unterhaltung: Eine temporeiche, umkämpfte Partie mit vielen Wendungen. Zwei Minuten vor Schluss brachte Sascha Harmuths Treffer dem ASV das 3:3 (1:2).

Die Gastgeber lagen schon nach fünf Minuten zurück. Nach einer Ecke standen drei HFC-Akteure allein am Fünfmeterraum. Lukas Wysiecki spitzelte (5.) den Ball über die Linie. Anschließend zog sich der HFC zurück, lauerte auf Konter. Die Ahlhorner offenbarten Defizite im Spielaufbau, viele Pässe waren ungenau. Das änderte sich nach der ersten gelungenen Kombination. Der Schuss von Dennis Rutz wurde abgeblockt. Fortan lief der Ball aber durch die ASV-Reihen, doch weder Harmuth (24., Latte) noch Stefan Rupprecht (33., 40.) nutzten ihre Chancen.

Das rächte sich. Nach einem Freistoß passte die ASV-Abwehr erneut nicht auf, Nico Kasputis ließ ASV-Torwart Bernd Meyer keine Chance (43.). Die Ahlhorner fanden aber eine passende Antwort. Rutz traf zum 1:2 (45.). Nach dem Seitenwechsel bestimmte der auf Offensive setzende ASV das Geschehen. Er strapazierte die Nerven seiner Anhänger aber immer wieder mit Fehlern in der Abwehr und mit vergebenden Chancen. Erst ein Eigentor von Henning Trumpp brachte den Ausgleich (73.). Die Freude währte aber nicht lange. Wysiecki erzielte in der 75. Minute nach einer Ecke das dritte HFC-Tor. Eine Minute später hätte sich der Gast über einen Elfmeterpfiff nicht beschweren dürfen. Markus Bauer war gefoult worden.

Die nie aufsteckenden Ahlhorner wurden aber doch noch belohnt. Harmuth wollte flanken, traf den Ball aber nicht voll. Der überraschte HFC-Torwart Nils Oltmann rutschte aus, der Ball senkte sich in der langen Ecke ins Netz – und der Krimi hatte doch noch ein glückliches Ende gefunden.