AHLHORN - Der Trend bei den beiden Fußball-Bezirksligisten könnte kaum gegensätzlicher sein, zumal beide Mannschaften unterschiedlich ambitioniert in die Saison starteten: An diesem Sonnabend (15 Uhr) empfängt der Ahlhorner SV den SV Brake. Der ASV scheint sich mit zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen stabilisiert zu haben und strebt einen Platz im gesicherten Mittelfeld an. Die Braker, mit Aufstiegshoffnungen in die Saison gestartet, wurden zuletzt von Rang vier auf Rang elf durchgereicht. Für sie kann es nur darum gehen, mit aller Macht die Trendwende einzuläuten.

Eben dies will ASV-Trainer Detlef Blancke unterbinden. „Wir müssen versuchen, eine mögliche Trotzreaktion der Braker zu verhindern“, gibt Blancke vor. Obwohl der SV zuletzt in der Tabelle abrutschte, hält er Brake für einen starken Gegner. „Ihre Niederlagen zuletzt waren stets knapp, mit einem Torverhältnis von 22:12 steht man normalerweise in die Spitzengruppe“, meint Blancke. Dennoch soll ein Heimsieg her. „Die Braker spielen mit, das sollte uns liegen.“

Das ASV-Team bot zuletzt gute Leistungen. Neuzugang Stefan Rupprecht erwies sich bereits in seinem ersten Spiel als große Verstärkung. Der Spielmacher, glaubt Blancke, habe auch das Zeug für höherklassige Ligen. Am vergangenen Mittwoch gewann die Mannschaft mit dem Neuzugang mit 4:0 (3:0) gegen Eintracht Wiefelstede.

Besonders die starke Anfangsphase sowie eine tolle zweite Halbzeit waren Garanten für den klaren Sieg. Die ASV-Spieler setzten die Vorgaben ihres Trainer gut um und spielten hervorragendes Pressing. Die Gäste kamen kaum an den Ball oder wurden zu Fehlpässen gezwungen.

Stefan Rupprecht war an drei ASV-Toren beteiligt. Als er im Strafraum nur noch durch ein Foul zu bremsen war (7.), entschied Schiedsrichter Frederik Blancke auf Strafstoß. Jan Gusfeld-Ordemann verwandelte eiskalt. Die Partie war kaum wieder angepfiffen, da traf Carsten Feist mit einem Volleyschuss zum 2:0.

In der Folge schlichen sich beim ASV Fehler ein. Die Platzherren operierten nun erfolglos mit langen Bällen. Dann wurde es hektisch. Ein elfmeterreifes Foulspiel von Christopher von Behren an Wiefelstedes Dennis Spiekermann wurde nicht gepfiffen. Im Gegenzug schloss Rupprecht einen Konter zum 3:0 mustergültig ab (45.).

Nach der Pause spielte nur noch der ASV. Eine Vorlage von Rupprecht brauchte Marjues Gebhardt-Bauer nur noch über die Linie befördern (47.). Die Gäste brachten nun nichts mehr zustande. Dass sie kein Debakel erlebten, haben sie nur der Tatsache zu verdanken, dass gute Möglichkeiten durch die ASV-Offensive nicht genutzt wurden.