AHLHORN - „Wir sind eine unheimlich sympathische Truppe, weil wir so tolle Trainer haben“, antwortete Neele Poppe auf die Frage, warum denn so viele Mädchen ihre Fußballschuhe beim Ahlhorner SV schnüren. Seit Juli 2006 jagt die 14-Jährige dem runden Leder hinterher. „Begonnen haben wir in der D-Jugend mit zehn Spielerinnen“, wusste ihre Teamkollegin Sabrina Fleitmann zu berichten. Mittlerweile spielen mehr als 30 Mädchen in zwei Mannschaften für die Blau-Weißen.

Es begann alles auf dem Bolzplatz hinter der Schule. „Wir haben schon Monate vor der Mannschaftsgründung auf dem Platz gekickt, weil wir bis dahin keinen Trainer hatten“, sagte Denise Tabke. „Doch dann haben sich Kerstin Ostmann und Wolfgang Spielberger bereit erklärt, uns zu coachen.“ Alle sind sich einig, dass „die beiden Top-Übungsleiter sind, weil sie immer eine Engelsgeduld mit uns haben.“

Einmal pro Woche geht es zum Training. Dort wird dann fleißig mit dem Ball geübt und die eine oder andere Taktik einstudiert. Zwar belegten beide C-Teams nach Abschluss der Feldrunde nur die Plätze vier und sieben, doch laut Trainer Wolfgang Spielberger „ist es für uns zunächst wichtig, dass wir uns mehr und mehr steigern. Das Potential dafür ist da.“ So waren die C-Juniorinnen auch nicht enttäuscht über das Abschneiden bei ihrem eigenen Hallenturnier. Trotz der Plätze fünf und sieben hatten sie ihren Spaß und gratulierten dem Turniersieger FC Huntlosen.

Nicht nur Mädels aus Ahlhorn kicken in der C-Jugend. So reist etwa Pia Borsing extra aus Huntlosen an, obwohl es dort auch eine C-Mädchen-Mannschaft beim FC gibt. „Hier in Ahlhorn spielen meine Freundinnen, mit denen ich auch in eine Schulklasse am Ahlhorner Gymnasium gehe“, erklärte Pia.

Mittlerweile hat der Boom im Mädchenfußballbereich auch die Erwachsenen beim Ahlhorner SV erreicht. Zur Rückrunde, die im Februar startet, wollen die Ahlhorner erstmals nach langer Abstinenz wieder eine Frauen-Mannschaft zum Spielbetrieb anmelden.