AHLHORN - Der Gastgeber überraschte mit ungewöhnlichen Preisen. Pia Vaske siegte im Nachwuchsspringen vor ihrer Schwester Vanessa.
Von Michael Heinen
AHLHORN - Rundherum zufriedene Gesichter prägten die vergangenen drei Tage beim Reitturnier in Ahlhorn. Eine gelungene Organisation, glückliche Sieger und viele – zum Teil sogar artfremde (siehe oben stehender Bericht) – Zuschauer.Krönung war der Große Preis am Sonntagnachmittag (die NWZ berichtete), der gleich mehrere hundert pferdesportinteressierte Zuschauer anlockte. Für Sieger Carsten Frerichs aus Ostfriesland war es nicht nur sein erfolgreichstes Turnierwochenende im Jahr 2005, sondern als er den Ehrenpreis erhielt, verschlug es ihm fast die Sprache. Er bekam einen „Freisprung“ vom amtierenden Oldenburger Landeschampion Incolor. „Oldenburger Gene für Ostfriesland“, brachte es ein Zuschauer auf den Punkt.
Frerich freute sich riesig: „Wir züchten selber Pferde und vielleicht entsteht durch diesen Freisprung ein neuer Springstar!“ Bei den Ehrenpreisen hatte sich der RVA in diesem Jahr ein neues Konzept einfallen lassen. „Gerade für die Profis sind Pokale nur Staubfänger“, erklärte Turnierchefin Angela Lauterbach. So gab es beispielsweise für M-Dressur Gewinnerin Kira Wulferding vom RFV Holzhausen eine hochwertige Kaffeemaschine.
Glänzend funktioniert hatte auch der Umbau des Nachmittagsprogramms. So wurde vor dem Großen Preis publikumswirksam ein Einsteigerspringen für den Nachwuchs platziert. „Gerade die Nachwuchsförderung ist sehr wichtig und bei uns sollten sich die Reitanfänger nicht als fünftes Rad am Wagen fühlen“, so Lauterbach.
Die Nachwuchscracks bedankten sich auf ihre Art. So drückte die Reiterfamilie Vaske dieser Prüfung ihren Stempel auf. Die Lokalmatadore beherrschten das Geschehen auf ganzer Linie. Pia Vaske gewann null in 40,07 Sekunden, ihre Schwester Vanessa belegte Platz zwei (0/ 42,08) und ihr Bruder Henry freute sich über den fünften Rang. „Ich hoffe, du machst es genau wie wir“, gaben sie ihrem Vater Otto Vaske für das S-Springen mit Stechen auf den Weg. Ganz klappte es nicht, aber für den Routinier im Springsattel reichte es immerhin für einen guten vierten Platz.
