Berlin/Ahlhorn - Mit einem Sieg und einer knappen Niederlage kehrten die Bundesliga-Faustballer des Ahlhorner SV aus Berlin zurück und machten damit einen Satz auf Platz drei.

VfK 01 Berlin - Ahlhorner SV 5:4 (13:15, 11:8, 8:11, 12:10, 15:13, 11:2, 8:11, 9:11, 11:5). Beim Tabellenführer gab es in den letzten Spielzeiten oftmals nichts zu holen. Auch wenn es diesmal wieder nicht für einen Sieg reichte, bot der ASV dem Tabellenführer über die gesamte Spieldauer hinweg Kontra. Gleich der erste Satz war bis zum letzten Punkt umkämpft (15:13). Ein cleveres Angriffsspiel auf Ahlhorner Seite und ein paar ungewohnte Konzentrationsschwächen der Gastgeber bedeuteten nach drei Sätzen eine etwas überraschende, aber nicht unverdiente 2:1-Satzführung.

Jedoch verpasste es die Mannschaft um ASV-Zuspieler Tim Albrecht in den Sätzen vier bis sechs eine Vorentscheidung herbeizuführen und lag plötzlich mit 2:4 Sätzen zurück. Mit Beginn des siebten Satzes wechselte ASV-Trainer Thomas Neuefeind und brachte Jugendspieler Erik Grotelüschen für Karsten Bilger in die Abwehrreihe. Und dieser Zug sollte nochmals frischen Wind in das Team bringen. Die eigenen Angriffe wurden nun konsequent vorgetragen und abgeschlossen, und auch in der Abwehr gelang es nun wieder häufiger, die Berliner Angriffe abzuwehren. Durch zwei verdiente Satzgewinne (11:8, 11:9) musste die Entscheidung im neunten Satz fallen. Hier setzte sich das Team von Weltmeister Lukas Schubert aber letztlich mit 11:5 durch. „Ein riesiges Kompliment an meine Mannschaft heute. Das war sowohl von der kämpferischen als auch spielerischen Leistung her sehr stark. Wir hatten Berlin am Rande einer Niederlage“, sagte Neuefeind.

SG Stern Kaulsdorf - Ahlhorner SV 3:5 (7:11, 7:11, 11:7, 1:11, 11:8, 12:14, 11:7 6:11). Tags darauf wartete dann die Partie gegen den starken Aufsteiger Kaulsdorf, der im Hinspiel dem ASV noch eine schmerzliche 2:5-Niederlage verpasst hatte. Mit derselben kämpferischen und spielerischen Einstellung wie schon am Tag zuvor gegen den Tabellenführer, wollten die Ahlhorner die Hinspielniederlage nun vergessen machen und dieses Vorhaben gelang ihnen auch.

Bei schwierigen Platz- und Windverhältnissen schaffte es das Team von Thomas Neuefeind, sich in acht kräftezehrenden und intensiv geführten Sätzen durchzusetzen.

„Ich kann meiner Mannschaft wieder nur ein Lob aussprechen. Nach dem gestrigen Spiel heute wieder kämpferisch und spielerisch so zu überzeugen – das zeugt von der guten Moral der Mannschaft. So bin ich guter Dinge, dass wir im Saisonendspurt den dritten Tabellenplatz verteidigen können“, so ASV-Trainer Neuefeind. Mit dem Sieg über Kaulsdorf liegt der ASV nun auf dem so wichtigen dritten Rang, der für die Deutsche Meisterschaft am 13. und 14. August in Bredstedt (Schleswig Holstein) berechtigt. Zwei Doppelspieltage stehen noch aus, um sich den letzten Qualifikationsplatz endgültig zu sichern.