AHLHORN - Wir haben gewonnen. Mehr wollte Klaus Ebel, Trainer des Fußball-Bezirksligisten Ahlhorner SV, nach dem wenig überzeugenden 4:1-Sieg seiner Mannschaft gegen Schlusslicht RW Sande am Sonnabend nicht sagen. Zu der Leistung seines Teams gab er nach Spielschluss keinen Kommentar ab. Vielleicht wollte er es auch vor allzu harscher Kritik bewahren. Der Jubel der ASV-Kicker hielt sich trotz des wichtigen Sieges ebenfalls in Grenzen.
Dabei hätten die Voraussetzungen kaum besser sein können. Der Gegner scheiterte mit einem Foulelfmeter in der 4. Minute am glänzend reagierenden Schlussmann Alexander Lohrey. Zehn Minuten später machte es Carsten Stammermann für den ASV besser und traf nach einem ebenfalls berechtigten Strafstoß zur Führung. Als wenige Minuten danach (18.) Gästespieler Gashi die Ampelkarte sah, hätte es, legt man die Leistungen der Ahlhorner in den letzten Begegnungen zu Grunde, zu einem lockeren Sieg kommen müssen.
Aber die Mannschaft von Klaus Ebel konnte ihre personelle Überlegenheit nicht ausnutzen und machte zudem viele taktische Fehler. Auch wurden viele Zweikämpfe nur halbherzig angenommen. Folglich kam Sande zum Ausgleichstreffer, als Marjues Bauer im Mittelfeld einen Ball verlor und dieser schnell in die Spitze befördert wurde. Sandes Ipek wurde kaum gestört und ließ ASV-Torhüter Lohrey in der 23. Minute nicht den Hauch einer Chance 1:1.
Eine verunsicherte Ahlhorner Mannschaft erarbeitete sich in der Folge zwar ein optisches Übergewicht, doch immer wieder fielen Unzulänglichkeiten im Spielaufbau und im Torabschluss auf. Eine Ausnahme bildete der erneute Führungstreffer. Der fleißige David Corssen spielte einen Flachpass auf Carsten Feist. Dieser verlängerte direkt, und Marjues Bauer traf (30.).
Nach der Halbzeitpause ging es im gleichen Trott weiter. Den Platzherren fehlte die Geradlinigkeit, um einen schwachen Gegner in die Schranken zu weisen. Die Unzufriedenheit war Trainer Klaus Ebel anzumerken: Wollt ihr nicht gewinnen?, rief er seinen Spielern zu.
Immerhin gelang es ihm so, die Mannschaft aufzurütteln. Eine Zusammenarbeit der Gebrüder Schröder sorgte kurz danach für die Vorentscheidung (61.), ehe in der 70. Minute erneut Sören Schröder (70.) für das Endergebnis sorgte. In der Schlussphase hätten sowohl von Behren (72.), als auch Corssen (83.) mit Weitschüssen weitere Tore erzielen können, doch Torhüter Weiss und die Torlatte verhinderten dies. So ging eine Begegnung zu Ende, die zwar den erforderlichen Pflichtsieg brachte, aber große Fragezeichen aufwarf.
Zehn Punkte aus den letzten vier Begegnungen sprechen für den ASV. Die Leistung gegen Sande sollte im nächsten Spiel gegen Jahn Delmenhorst allerdings nicht wiederholt werden.
