Wilhelmshaven - Der „Kugelblitz“ hat auch lange nach seiner aktiven Karriere als Fußballer nichts von seiner Anziehungskraft verloren: Die Autogrammstunde des Jadebusen-Shops in der Nordseepassage mit Ailton zog zahlreichen Fans an. Bevor es losging mit dem heute 49-Jährigen, zog sich die Schlange der Wartenden gleich an mehreren Geschäften vorbei. Aber: der Ex-Profi nahm sich für alle Zeit, verteilte Autogramme, erfüllte alle Fotowünsche und stand rund zwei Fußball-Halbzeiten lang seinen Fans zur Verfügung.

„Ein absoluter Sympathieträger und eine echte Frohnatur“, stellte Rolf Oppenländer am Ende fest, der mit dem Mikrofon rund um den Shop von Stephanie Alter im Einsatz war. Hauptthema der beiden beim Retro-Plausch: Seine Zeit bei Werder Bremen zwischen 1998 und 2004, in der Ailton in 169 Bundesligaspielen 88 Treffer für die Grün-Weißen erzielte. Der Start für den in Brasilien geborenen Stürmer war allerdings alles andere als verheißungsvoll. Denn Wolfgang Sidka, der Ailton nach Bremen geholt hatte, wurde frühzeitig entlassen. Für ihn kam Felix Magath - und damit ein Platz auf der Bank. „Laufen, Laufen, Laufen - das war nichts für mich“, stellte der Bundesliga-Torschützenkönig von 2004 im Rückblick fest. Die Zeit mit „Quälix“ war aber endlich. Und mit der Verpflichtung von Thomas Schaaf war auch eine Ausleihe nach Brasilien, wie Ailton erzählte, vom Tisch. Der wusste, was Ailton schon länger klar war und was der 49-Jährige vor seinen Fans noch einmal unterstrich. „Laufen und Disziplin - nix Brasilianer.“

Martin Münzberger
Martin Münzberger Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung