Herr Trosiener, im März sollte eigentlich die Scheckübergabe für den letztjährigen Airborne-Fit-Run, der einmal mehr ein Wohltätigkeitslauf war, stattfinden. Was ist angesichts der Coronavirus-Krise daraus geworden?

Reiner TrosienerGanz rustikal – wie es zu uns passt – wollten wir die Scheckübergabe in einer Halle vom Anhänger-Zentrum-Oldenburg machen. Die Einladungen an die Spendenempfänger waren schon raus, aber dann hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir müssen die Übergabe nicht mit aller Gewalt machen. So schön sie auch immer war. Das Geld haben wir bereits überwiesen.

An wen sind die drei Schecks gegangen – und über welch eine Summe konnten sich die Begünstigten freuen?

Zehnte Auflage, zehn Kilometer, zehn Hindernisse

Der Airborne-Fit-Run (AFR) soll auch in diesem Jahr bei der zehnten Auflage ein Wohltätigkeitslauf auf dem Standortübungsplatz Oldenburg-Bümmerstede sein. Auf der zehn Kilometer langen Runde sind zehn Hindernisse zu überwinden.

Die Startzeiten sind um 12 Uhr für den AFR „Classic“ (20 Kilometer, zwei Runden) sowie um 12.15 Uhr und um 12.30 Uhr für den AFR „Short“ und „Junior“ (10 Kilometer, eine Runde). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der „Junior“-Wertung sind 16 oder 17 Jahre.

Die Teilnehmergrenze liegt bei 600. Die Anmeldung (bis 15. August 2020) erfolgt wie die Zeitmessung über das Anmeldesystem Laufmanager unter

TrosienerWie in jedem Jahr gingen die Spenden an einen soldatischen Zweck sowie jeweils an einen Empfänger aus dem Naturschutz und aus dem sozialen Bereich. Sowohl der Soldaten- und Veteranenstiftung in Berlin, als auch Kids Aktiv und der Wildtierauffangstation in Rastede haben wir diesmal 2020 Euro überwiesen.

Sie zeigen sich ja derzeit noch optimistisch, dass der Jubiläumslauf Anfang September stattfindet, und haben das Anmeldeportal geöffnet. Wie sieht bisher die Resonanz aus?

TrosienerVor einem Jahr waren wir zu diesem Zeitpunkt bereits ausgebucht. Diesmal haben sich bis Ende April 134 Verwegene angemeldet, was uns sehr optimistisch stimmt und uns auch sehr freut, da es uns zeigt, dass die Leute uns vertrauen, dass wir vernünftig mit ihrem Geld umgehen. Wir denken positiv, dass sich noch weitere Läufer anmelden werden, wenn es zu weiteren Lockerungen kommen wird.

Inzwischen stehen 156 Meldungen in der Teilnehmerliste. Bei der neunten Auflage vor einem Jahr gingen rund 600 auf die 10 oder 20 Kilometer lange Strecke. Würden Sie den Airborne-Fit-Run in diesem Jahr auch mit einer geringen Anzahl an Starterinnen und Startern veranstalten?

TrosienerDa wir ein gemeinnütziger Verein sind, der keine Gewinne erwirtschaften darf, haben wir keine Rücklagen. Dadurch brauchen wir eine gewisse Anzahl an Teilnehmern, um kostendeckend arbeiten zu können.

Das wäre bei der aktuellen Zahl an Meldungen noch nicht gegeben?

TrosienerWie viele Teilnehmer wir genau bräuchten, rechnen wir gerade aus. Um in diesem Jahr wieder Spendengelder verteilen zu können, bräuchten wir auf jeden Fall mindestens 350 Teilnehmer.

Der neuralgische Punkt bei Laufveranstaltungen ist ja der Start, wo viele Läuferinnen und Läufer gleichzeitig aufeinandertreffen. Welche Möglichkeit sehen Sie, dies beim Airborne-Fit-Run etwas zu entzerren? Die Frage liegt natürlich nahe: Ist die Hürde Coronavirus zu überwinden?

TrosienerÜber 10 Kilometer bieten wir in diesem Jahr zwei zeitlich versetzte Starts an. Das entzerrt das Ganze schonmal. Zusätzlich hätten wir aufgrund des großen Areals auch noch die Möglichkeit, die einzelnen Starts zum Beispiel durch Flatterband in weitere kleinere Startgruppen zu unterteilen. Dadurch würden manche Läufer zwar etwas Zeit verlieren. Da es aber bei uns für die meisten eher um Ankommen und Spaß haben als um Zeiten und Platzierungen geht, sehe ich darin kein so großes Problem. Allemal besser, als dass der Lauf aus diesem Grund abgesagt werden muss. Außerdem werden wir vor dem Start per Ansage an die Vernunft der Läufer appellieren, sich nicht zu eng aneinander zu stellen.

Wie sieht es auf der Strecke aus? Müssen da eventuell bei einzelnen Hindernissen Änderungen angedacht werden?

TrosienerDarüber müssen wir uns noch Gedanken machen. Ein abgespeckter Lauf ist auf jeden Fall besser als ein abgesagter Lauf. Wir haben je zwei Hindernisse, an denen man sich an einem Seil hochziehen muss beziehungsweise etwas tragen muss. Das sind für mich die kritischen Punkte, da wir durch die versetzten Starts wohl keine großen Menschenansammlungen an den Hindernissen haben dürften.

Was wäre da eine mögliche Maßnahme?

TrosienerEine Möglichkeit wäre hier vielleicht eine Handschuhpflicht. Manche, die häufiger an solchen Läufen teilnehmen, tragen die sowieso schon.

Auf was müssen die Läufer in diesem Jahr aufgrund von Corona wohl verzichten?

TrosienerUnser Vorteil ist das große Areal. Dadurch können wir alles etwas weitläufiger aufbauen, so dass die Läufer hoffentlich auf nichts verzichten müssen. Am Verpflegungsstand passen wir noch besser als zuvor auf die Hygiene auf, und durch den Aufbau zusätzlicher Tische können wir verhindern, dass es sich hier knubbelt.

Sollte es doch zu einer Absage kommen, auf was müssten sich die Teilnehmer einstellen?

TrosienerSollte sich die Situation so entwickeln, dass wir vor Ende Juni absagen müssen, würden die gemeldeten Läufer das volle Startgeld zurückbekommen. Danach müssen wir aber die T-Shirts bestellen, und alle würden einen Teil des Geldes zurückbekommen plus das T-Shirt. Da wir keine Rücklagen haben, ist das anders leider nicht möglich.

Was würde eine Absage für den Verein bedeuten?

TrosienerEs wäre natürlich schade und würde wehtun – vor allem, da es der zehnte Lauf ist. Aber es wäre kein Beinbruch für uns. Wir werden jedoch alles daransetzen, den Lauf zu veranstalten – wenn es sein muss auch als Airborne-Fit-Run Light, immer noch besser als absagen.

Zehnte Auflage, zehn Kilometer, zehn Hindernisse

Der Airborne-Fit-Run (AFR) soll auch in diesem Jahr bei der zehnten Auflage ein Wohltätigkeitslauf auf dem Standortübungsplatz Oldenburg-Bümmerstede sein. Auf der zehn Kilometer langen Runde sind zehn Hindernisse zu überwinden.

Die Startzeiten sind um 12 Uhr für den AFR „Classic“ (20 Kilometer, zwei Runden) sowie um 12.15 Uhr und um 12.30 Uhr für den AFR „Short“ und „Junior“ (10 Kilometer, eine Runde). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der „Junior“-Wertung sind 16 oder 17 Jahre.

Die Teilnehmergrenze liegt bei 600. Die Anmeldung (bis 15. August 2020) erfolgt wie die Zeitmessung über das Anmeldesystem Laufmanager unter

Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion