Oldenburg - Als die Zuschauer die Sporthalle Haarenufer am späten Sonnabend in Scharen verließen, blickte man allerorts in zufriedene Gesichter. Die Baskets Akademie/OTB hatte zuvor mit einer mitreißenden Vorstellung den zweiten Finaleinzug in der drittklassigen Basketball-Liga ProB in Folge gefeiert. Gegner dort ist Rist Wedel. Dem Hauptrunden-Ersten Rostock Seawolves ließen die Oldenburger Playoff-Spezialisten, die damit alle bisherigen sechs Spiele der Meisterrunde gewonnen haben, beim 89:70-Erfolg keinerlei Chancen.
Gastgeber drehen auf
„Unser Ziel war es, Rostock mit unserer Verteidigung bei um die 70 Punkte zu halten“, berichtete Trainer Christian Held von der punktgenauen Umsetzung seiner taktischen Vorbereitung. Die „Akademiker“ verteidigten 40 Minuten lang auf einem überragenden Niveau und ließen die Gäste gar nicht erst in der Halle ankommen. Beeindruckend war dabei, dass die Oldenburger keinerlei Anlaufzeit benötigten.
Nach 19 Sekunden begrüßte Luka Buntic die Seawolves mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf. Vier weitere sollten alleine im ersten Viertel folgen. Lediglich in der achten Minute kamen die Rostocker durch einen krachenden Dunking von Yannick Anzuluni (14 Punkte), der ansonsten aufgrund der guten Defensive blass blieb, auf 19:21 heran. Held reagierte mit einer Auszeit und holte das Momentum zurück.
Es sollte bis zur 15. Minute dauern, bis die Gäste durch Jens Hakanowitz (19) das nächste Mal einnetzen konnten. Nach einem 17:0-Lauf lag die Führung zu diesem Zeitpunkt bereits im deutlich zweistelligen Bereich. Da die Seawolves versuchten, die Zone dicht zu machen, boten sich den „Akademikern” durch kluges Zusammenspiel immer wieder freie Wurfmöglichkeiten. Den 53:33-Halbzeitstand stellte der überragende Jan Niklas Wimberg so auch per Dreipunktetreffer her.
Alle Oldenburger punkten
Mitte des dritten Viertels hatten die Oldenburger eine 68:36-Führung herausgespielt. Auch wenn Rostock in der Folge versuchte, mit einer aggressiven Pressverteidigung die Wende herbeizuführen, geriet der Finaleinzug zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr. Die Gäste gingen im Dreierhagel (insgesamt 14 Treffer) unter. „Nach der Halbzeit haben wir den Seawolves direkt den Zahn gezogen”, lobte Held und freute sich, dass alle Spieler gespielt und gepunktet haben: „Wir können sehr zufrieden sein.”
Im Finale, das mit einem Hin- und Rückspiel entschieden wird, erwartet der amtierende Meister am kommenden Sonnabend Rist Wedel, das sich im anderen Halbfinale mit 2:0 Siegen gegen die Iserlohn Kangaroos durchgesetzt hatte. Am Sonnabend, 2. Mai, ist Oldenburg in Schleswig-Holstein gefordert und kann den zweiten Titelgewinn in Serie perfekt machen.
