Gar „nicht fassen“ konnte es Heinz Remme von den Guttemplern in Harpstedt am Donnerstag, als ihm das Team der Adventskaffeestube der ev.-luth. Kirchengemeinde Harpstedt symbolisch den Gewinn von 471,71 Euro übergab, den die sechs Frauen zusammen mit fleißigen Tortenbäckern erzielt hatten. Die Summe ist ein Rekord, wie Anita Everts bestätigte, die die 31 Jahre der jährlichen Adventskaffeestube überblickt. Mehr als 200 Besucher hatten am zweiten Adventssonntag Kaffee, Tee und Kuchen im Alten Pfarrhaus genossen; die gespendeten 15 Torten, dazu drei Bleche Butterkuchen waren gut weggegangen. Ein gutes Werk, denn der Erlös geht an die Guttempler-Gemeinschaft „Altes Forsthaus“. Der 1. Vorsitzende und Leiter der Selbsthilfegruppe, Heinz Remme, „ist seit 23 Jahren davon ab“, wie er sagt. Er berichtete den Kirchenvorsteherinnen und weiteren Helferinnen vom Adventskaffeestube-Team von seiner oft nicht leichten Arbeit mit Suchtkranken. Das Geld soll in die Seminararbeit der offenen zwölfköpfigen Gruppe fließen, die sich jeden Freitag um 20 Uhr in der früheren Sonderschule „Am kleinen Wege“ trifft, bis die Begegnungsstätte im Frühjahr wieder zugänglich ist.

Eifrig gemalt und geklebt wurde am Freitag in der Krippe „Zwerg Nase“ in Harpstedt, um bunte Christbaumkugeln für einen Tannenbaum in der Krippe zu gestalten. Dabei packten die kleinen Hände mit ebenso viel Eifer an wie größere: Tatkräftige Unterstützung hatten die 13 Steppkes der Krippe nämlich nicht nur von Erzieherin Gesa Jonasson, sondern auch von vielen Omas und Opas. Auf die Beine gestellt hatte die Bastelaktion der Malteser Hilfsdienst Harpstedt, der sowohl den Tannenbaum als auch Bastelmaterial wie Kugeln und Glitzer stellte. Bereits im Vorjahr hatte Berit Langner von den Maltesern mit den Kindern gebastelt, und auch diesmal ließ sie es sich gemeinsam mit Dienststellenleiter Sven Strahlendorff nicht nehmen, die Aktion zu begleiten: „Ich hatte einfach Lust dazu.“ Und die Kinder und Großeltern hatten ihren Spaß.

Da mussten auch die Mamas und Papas ran: Der Springreiterwettbewerb beim Weihnachtsreiten des Reit- und Pensionsstalls Hof Brüning in Mahlstedt sorgte für mächtig Spaß gerade im Publikum. Denn damit ihre Kinder möglichst gut abschneiden konnten, galt es für die Eltern ebenfalls, den Springparcours zu meistern – aber ohne Pferd. Insgesamt etwa 70 Kinder und Jugendliche beteiligten sich am Weihnachtsreiten. Durchs Programm führten die Ausbilderinnen Julie Brüning und Marlene Lippok. Neben dem Springwettbewerb standen weitere Disziplinen auf dem Programm: Bei E-Dressur, Kostümreiten, Führzügelklasse für die ganz Kleinen und Geschicklichkeitsparcours machten es die jungen Reiter den Wertungsrichtern Corinna Bosch, Kathi Ledder, Sonja Rohenkohl, Isabella Baentsch nicht leicht. Am Ende entschieden Diandra Eilers auf „Buddy“, Marta Lunkeit („Ikarus“) und Jana Schnittker („Lord“) das Kostümreiten für sich. Sieger in der E-Dressur wurde Danay Jüchter („Tanja“), beim Geschicklichkeitsparcours punkteten vor allem Wiebke Kurth, Finja Meyenburg, Alina Unkraut, Lea Möller und Michelle Stöver. Das Springreiten gewann Lea Möller auf „Ikarus“ mit ihrem Papa Thomas Möller; in der Führzügelklasse begeisterten Melina Täuber („Henry“), Leni Gutsche („Buddy“) und Jannie-Lizara Brüning („Jerry“). Ehe dann der Nikolaus die Kinder überraschte, gab es noch eine Voltigiervorführung (ovales Bild) und eine Dressurquadrille. „Das Ganze wäre niemals ohne unsere vielen Helfer möglich gewesen“, betonte Julie Brüning.