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Verein Backyard Plant Erweiterung Neue Skate-Anlage in Oldenburg für 2,3 Millionen


So soll es aussehen: Die geplante Außenanlage neben der Halle (rechts) soll allerdings komplett überdacht werden.
Dipl.-Ing. R. Maier/Köln

So soll es aussehen: Die geplante Außenanlage neben der Halle (rechts) soll allerdings komplett überdacht werden.

Dipl.-Ing. R. Maier/Köln

Alexandersfeld - Backyard macht richtig Dampf: Erst Anfang 2018 eröffnete der Verein seine neue Skate- und BMX-Halle im Stadtnorden. Ein Jahr später präsentierte er bereits Pläne für einen noch größeren Außenbereich. In der kommenden Woche soll nun schon der Bauantrag eingereicht werden.

Wenn es nach den Wünschen des Vereins geht, könnte bereits ab August 2020 gebaut werden, sagte Vorsitzender Ubbo de Witt am Mittwochabend im Sportausschuss. Die Ziele hat Backyard bereits im Blick: Deutsche BMX-Meisterschaften im Jahr 2021 auf der neuen Anlage, ein Jahr später sogar Europameisterschaften.

Bis es soweit ist, muss allerdings noch sehr viel Geld den Besitzer wechseln. Denn für die Bebauung der brachliegenden Tennisplätze neben der bestehenden Halle wird ein Millionenbetrag fällig. Allein für den Bau der Rampenanlagen sind 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Dazu kommen weiteren 800.000 Euro, um – so die neuen Pläne – aus dem Gelände eine Freilufthalle zu machen. „Maximalen Schallschutz erhalten wir nur durch eine komplette Überdachung“, so de Witt. Das habe ein entsprechendes Gutachten ergeben.

Komplette Überdachung

Neben dem Dach, unter dem in der Höhe zehn Meter Platz bleibt, sollen Wände im Osten (Richtung der sogenannten Hockeywiese) und Norden (Richtung Skatehalle) den Lärm von den dahinterliegenden Wohngebieten fernhalten. Weiterer Vorteil der Bedachung: Eine wetterunabhängige Nutzung der Außenanlage wäre möglich.

Zur Finanzierung des Vorhabens will der Verein auf verschiedene Quellen zurückgreifen. Dazu gehören eine Beitragserhöhung und eine Sonderumlage für die Mitglieder, wie de Witt im Ausschuss berichtete. Weiterhin setzt man auf Förderungen. „Wir haben über den Stadtsportbund beim Landessportbund im Rahmen der Sportstättenbauförderung eine Bestandssicherungsmaßnahme beantragt. Hier gibt es 30 Prozent bis maximal 100 000 Euro“, so der Vereinsvorsitzende auf Nachfrage der NWZ.

Aber auch die Stadt soll einen großen Teil beitragen. Die Sportförderrichtlinien sehen einen Zuschuss von 30 Prozent vor – das wären 690.000 Euro. 600.000 seien im aktuellen Haushalt eingestellt, sagte Sportamtsleiterin Christiane Cordes. „Über den verbleibenden Fehlbetrag wurde eine Bestätigung einer Oldenburger Bank vorgelegt“, so de Witt zur Gesamtfinanzierung.

Nicht als Teil des Sportstättenbaus gefördert werden kann eine weitere Investition, die der Verein im Blick hat. Das Dach sei so geplant, das darauf eine Photovoltaik-Anlage mit einem jährlichen Ertrag von 660.000 kWh Strom installiert werden könnte. Kostenpunkt: 500.000 Euro.

Das Selbstbewusstsein für solche ambitionierten Pläne zieht Backyard aus der rasanten Entwicklung des Vereins. Seit der Eröffnung der Skatehalle ist die Zahl der Mitglieder von 344 auf 714 angestiegen. Die Aktiven halten im BMX-Bereich vier Deutsche Meistertitel, im Skateboard-Bereich drei Norddeutsche Meistertitel.

Olympioniken trainieren

Die Oldenburger Anlage gehört deutschlandweit zu den Top-Adressen in der Szene. 2018 wurde sie zum Olympia-Regionalstützpunkt für den Skateboard-Sport ernannt. Auch der BMX-Olympiakader kam bereits zum Training. Neben der offenen Nutzung bietet der Verein verschiedene Kurse an. Auch Kooperationen mit Schulen gibt es. Die Halle allein reiche dafür nicht mehr aus, so de Witt. „Wir stoßen an unsere Kapazitätsgrenzen.“

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)
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