ALTENGRABEN - Der Bau der neuen Sporthalle in Altengraben bedeutete für den VfL Stenum und die Turnerschaft Hoykenkamp mehr als nur einen Einschnitt in der Vereinsgeschichte. Fast „wie ein Neuanfang“ sei das für die Turnerschaft gewesen, sagte deren Vorsitzender Jürgen Kolata jetzt in einer ersten Bilanz – und VfL-Vorsitzender Hans Knese nickte zustimmend. Vier Monate nach Einweihung der Halle hat der VfL die Zahl seiner Angebote von 28 auf 37 aufgestockt, bei der Turnerschaft ging’s von 14 auf 22 nach oben.

In der „Vor-Altengraben-Zeit“ hatten die beiden Vereine angesichts fehlender Hallenzeiten vor allem mit zwei Problemen zu kämpfen: Erstens „hatten wir keine Chancen auf Erweiterung“, selbst zusätzliche Mannschaften hätten Probleme beschert, so Jürgen Kolata. Zweitens mussten Sportler zum Training fahren. So war der VfL mit seiner Fußball-Jugend gleich in vier Hallen in Ganderkesee, Heide und Schierbrok vertreten.

Das ist jetzt Geschichte. Doch: Auch die neue Halle sei zwischen 15 und 22 Uhr im Prinzip bereits wieder ausgebucht, berichtete Hans Knese. Ähnliches gelte für die Heider Halle. Jürgen Kolata: „Da ist zwischen 15 und 22 Uhr noch eine Stunde frei, aber nur, weil wir keinen Übungsleiter haben.“

Beide Vereinsvorsitzenden gehen davon aus, dass die Erweiterung des Angebots einherging mit der Steigerung der Mitgliederzahl (Stand in der Vor-Altengraben-Zeit: etwa 700 bis 730 bei der Turnerschaft, 1400 bis 1500 beim VfL). So trat zum Beispiel eine Frauengymnastikgruppe der Turnerschaft bei. Jürgen Kolata schätzt, dass insgesamt bislang etwa 60 bis 70 „Neue“ hinzukamen. Wie viele es genau sind, könne aber verbindlich erst zum Jahresende gesagt werden.

Mindestens bis zum Jahresende würden die neuen Angebote laufen, versicherte Hans Knese. Dann „wollen wir einen Schnitt machen“, schauen, wie stark die einzelnen Angebote nachgefragt werden. Die Faustregel: „Mindestens zwölf Teilnehmer“ sollten es sein, „am besten 15 bis 20“.

Ob die Beiträge steigen? Jürgen Kolata geht für die Turnerschaft Hoykenkamp davon aus, „dass wir 2010 anpassen müssen“. Beim VfL Stenum hatte es bereits eine Anhebung im Zuge des Hallenbaus gegeben. Hans Knese hofft, dass „wir da die nächsten Jahre stehen bleiben können“. Theoretisch denkbar sei auch, eine neue Beitragsstruktur einzuführen.