ALTENOYTHE/OLDENBURG - Es ist 12.52 Uhr, als Sportlehrer Lutz Genrich das Pressegespräch abrupt unterbricht, von der Bank aufspringt und aufs Spielfeld läuft. Die von ihm betreute Mannschaft der Sophie-Scholl-Schule Altenoythe steht im Halbfinale gegen die Elisabethschule Vechta. Der Schiedrichter hat abgepfiffen. Es steht 1:1. Neunmeterschießen. Um 12.56 ist es so weit, der Elfmeterschütze aus Vechta verschießt. „Finale“ rufen die Altenoyther Fußballfans. Und sie haben recht. Altenoythe steht nach dem 3:2 .zum ersten Mal in der Geschichte des Weser-Ems-Cups im Finale. Eine Riesenüberraschung und auf dem herrlich gelegenen Sportgelände des SV Altenoythe herrscht Aufbruchstimmung.

Der Finalgegner wird die Paul-Moor-Schule aus Bersenbrück sein, und die Bersenbrücker gelten klar als Favoriten. Und dann wird das Finale angepfiffen. Der Vorsitzende des Niedersächsischen Fußballverbandes, Kreis Cloppenburg, Werner Busse, und Friesoythes Bürgermeister Johann Wimberg lassen es sich nicht nehmen, das Spiel vor Ort zu verfolgen. Die Bersenbrücker werden ihrer Favoritenrolle gerecht, siegen am Ende verdient mit 3:0 und gewinnen den Weser-Ems-Cup, den Wimberg bei der Siegerehrung gerne überreicht.

Busse hat für jede Mannschaft einen Fußball aus Barsinghausen mitgebracht und erinnert daran, dass der NFV auch den Behindertenfußball unterstützt. „Auf Verbandsebene werden Punktspiele bestritten. Meldet Mannschaften an. Wir nehmen euch gerne auf.“

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