ALTENOYTHE - Wie kleine Affen hängen Maik und Gerrit am Tau und springen – wenn auch nicht durchs Dschungeldickicht – so zumindest doch von Barren zu Barren. Sie testen am Montag die sogenannte „Tarzanschaukel“, ein Sportgerät mit Abenteuercharakter. Die beiden sind nur zwei von vielen jugendlichen „Sportskanonen“, die sich nicht die Gelegenheit entgehen lassen wollten, an der vom Caritas-Verein Altenoythe organisierten „Bewegungslandschaft“ in der Turnhalle in Altenoythe teilzunehmen.
500 Interessierte
Bereits zum sechsten Mal haben die Sophie-Scholl-Schule und der Heilpädagogische Kindergarten aus Altenoythe als Veranstalter einen Geräte-Parcours aufgebaut, der den Halbwüchsigen an drei Tagen zur Verfügung steht. Durch zahlreiche Grundtätigkeiten wie Stützen, Klettern, Balancieren, Springen, Hangeln, Schaukeln, Schwingen und Rollen soll sich das Bewegungsvermögen der Kinder und Jugendlichen verbessern.
Und wie zu sehen und vor allem zu hören ist, erfreut sich das Projekt auch großer Beliebtheit. „Insgesamt erwarten wir um die 500 Interessierte“, so Lutz Genrich, Lehrer an der Sophie-Scholl-Schule. Das Ziel ist klar definiert: „Wir wollen den Kindern Spaß am Sport und an der Bewegung vermitteln.“ Die ansonsten oftmals dominante Rolle des Lehrers rückt hierbei in den Hintergrund.
Die Schule wolle weg vom Negativ-Image des Turnunterrichts, das sich noch immer beständig halte. „Bei uns darf sich jeder Teilnehmer ein Gerät nach seinen Fähigkeiten aussuchen“, sagt Genrich. Trotzdem kommt es, wie es kommen muss: Die Jungen begeistern sich dann doch überwiegend für die Rollbahn, während die Mädchen am Trampolin Schlange stehen, wo sie ihre Ausdauer mit einem Seilchen trainieren können.
Für die zehnjährige Lena, die sich an einer Hüpfburg ausprobiert, steht aber jetzt schon fest, dass sich dieses ungewöhnliche Sportevent gelohnt hat: „Ist nicht so wie in der Schule“, meint sie. „Dort müssen wir immer nur laufen.“ Auch wenn der Aktionstag bald schon wieder vorbei ist – vielleicht hat er bei einigen Teilnehmern genau das bewirkt, was sich Lutz Genrich von seinen Schützlingen wünscht, nämlich „eine überdauernde Motivation“ geweckt.
Rollbrett fahren
Maik und Gerrit, die beiden „Dschungelexperten“, haben ihr Hobby jedenfalls schon gefunden: „Wir spielen Fußball“, sagen die bekennenden Bayern München-Anhänger. Sich von „Liane“ zu „Liane“ schwingen, sei aber auch nicht so schlecht. Einiges haben sie sich noch vorgenommen. Wie Schumi wollen sie später die Rollbrettbahn runterjagen und dann zum Trampolin übergehen. Für sie war der Nachmittag ein voller Erfolg.
