ALTENOYTHE - Im Vereinsheim des Sportvereins Altenoythe in Hohefeld traf sich jetzt der Vorstand des Landesfachausschusses Völkerball des Niedersächsischen Turnerbundes zu einer besonderen Ehrung: Der SV Altenoythe und Erna Drees wurden für ihre Verdienste um den Völkerball ausgezeichnet.
Völkerball-Landesfachwart Johannes Voß, gleichzeitig 1. Vorsitzender des Fördervereins Völkerball Krummhörn, betonte, dass er sich noch genau an die erste Begegnung mit Erna Drees vor 25 Jahren beim Krummhörn-Pokal erinnern könne. Damals kannte keiner den SV Altenoythe und Erna Drees, die gleich mit drei Jugendmannschaften anreiste.
Erfolgreiche Neulinge
Als sie mit ihren Mädchen wieder abreiste, kannten alle Erna Drees und den SV Altenoythe, so erfolgreich spielten die damaligen Newcomer gegen die Topfavoriten. Von da an habe man sich nicht mehr aus den Augen verloren, sondern regelmäßig bei großen Völkerballturnieren getroffen. Seit 25 Jahren sei auch das Völkerballspiel unter der Obhut des Deutschen Turnerbundes als Wettkampfsport mit Meisterschaften anerkannt. Aber lange Jahre habe es keine Möglichkeiten gegeben, Verdienste um den Völkerball zu ehren, sagte Voß. Dies sei erst seit einigen Jahren mit der Verleihung des „Bruder-Johannes-Preises“ anders. Der Preis werde nur an sehr verdiente Sportlerinnen und Vereine verliehen. Deshalb gebe es bisher nur sehr wenige Auszeichnungen, betonte Voß.
Eine dieser „verdienten“ Sportlerinnen sei Erna Drees, die beim SV Altenoythe großartige Rahmenbedingungen vorgefunden habe. In Altenoythe sei eine Völkerballentwicklung ermöglicht worden, „wie man sie hier in der Region nirgends“ kenne. Die Anfänge des Völkerballsports in Altenoythe lägen über 30 Jahre zurück. Seit dieser Zeit habe sich der SV Altenoythe mit Erna Drees zu einer Hochburg im Jugendvölkerball entwickelt, wie die gewonnenen Landesmeistertitel zeigten. Vor drei Jahren habe der Verein den Griff nach den Sternen gewagt, als er im Saarland um die Deutsche Meisterschaft spielte. Auch wenn die Titelambitionen nicht verwirklicht worden seien, so sei die Teilnahme schon ein riesengroßer Erfolg.
Gute Jugendarbeit
Über 250 Mädchen hätten unter der Regie von Erna Drees das Völkerballspielen gelernt. Heute seien 48 Mädchen und 32 Frauen beim SV Altenoythe aktiv. Die Jugendarbeit des Vereins sei einmalig, sagte Voß weiter. Derzeit spielten neben den Frauenmannschaften fünf Jugendmannschaften aktiv. Erna Drees habe die Mädchen stets zum Siegen motiviert, aber auch große Fairness gelehrt.
Die Integration von Migranten hätten Erna Drees und ihr Sportverein sehr gut umgesetzt: „Erna Drees ist eine vorbildliche Führungskraft“. Über den Vorsitzenden des SV Altenoythe, Werner Cloppenburg, sagte Voß, dass der Verein viel Geld in die Völkerball-Jugendarbeit investiert habe. Das Ergebnis könne sich auf Turnieren und bei Meisterschaften sehen lassen. Deshalb habe sich der Förderverein Völkerball Krummhörn für die Auszeichnung mit dem „Bruder-Johannes-Preis“ eingesetzt, betonte Voß.
Sigrid Waldow Vorsitzende des Kreisfachverbandes Völkerball, gratulierte im Namen der anderen Vereine.
