Altjührden - Gut ausgeruht nach einem spielfreien Wochenende und umso motivierter, die ersten Zähler der laufenden Saison in fremder Halle einzufahren, treten die Drittliga-Handballer der SG VTB/Altjührden an diesem Samstag die Reise zum TSV GWD Minden II an. Der Anwurf der Auswärtspartie bei der Bundesliga-Reserve des Traditionsclubs aus Ostwestfalen erfolgt um 19 Uhr in der Schulsporthalle in Dankersen-Minden.

Zwar werden die handball-technisch bestens ausgebildeten TSV-Youngster zu Hause im Schnitt von nur 80 Zuschauern pro Partie unterstützt. Doch unterstrichen die Talente von Trainer Moritz Schäpsmeier vor allem beim 31:24-Kantersieg vor vier Wochen gegen den Leichlinger TV ihre Heim-Qualitäten. Zum Vergleich: Gegen den Tabellenzweiten LTV waren die Vareler am ersten Spieltag zu Hause mit 21:29 unter die Räder gekommen – allerdings noch ohne ihren wurfstarken Zugang Lukas Kalafut.

In den ersten beiden Spielen mit dem 31-jährigen Rückraum-Linken holten die Friesen drei von vier möglichen Punkten. Durch die anschließende bittere 25:28-Niederlage bei den Sauerland-Wölfen aus Menden vor zwei Wochen gingen die Vareler indes auch im dritten Auswärtsspiel der Saison leer aus.

Besonders auf die Abwehrrecken und Torhüter der SG VTB/Altjührden kommt an diesem Samstagabend nun Schwerstarbeit zu. „Das ist ein ganz dicker Brocken“, weiß Co-Trainer Ralf Koring: „Der Gegner verfügt über einen guten, beweglichen Rückraum und spielt eine starke erste und zweite Welle.“

So stellt Minden II mit im Schnitt mehr als 30 Treffern pro Partie gemeinsam mit dem LTV (beide 247) den torhungrigsten Angriff der West-Staffel. Bester Werfer, nicht zuletzt weil treffsicherer Siebenmeterschütze, ist Jonas Gertges (65 Treffer). Ebenfalls sehr gefährlich sind die Bundesliga-Spieler Lukas Kister und Max Staar. Und da Mindens Erstliga-Team, das von Frank Carstens (zuvor u.a. OHV Aurich) trainiert wird, am Wochenende spielfrei ist, dürfte das Duo gegen die Vareler mit von der Partie sein.

Gemäß der „Mindener Schule“ setzen die Ostwestfalen zudem auf eine sehr variable Abwehr. „Da dürfen wir im Angriff nicht die Nerven verlieren und müssen eine gute Bewegung ohne Ball hinkriegen“, analysiert Koring.

„Wir werden zwar als Außenseiter ins Duell gegen eine spielstarke Mannschaft gehen, aber trotzdem an unsere Chancen glauben“, betont Varels Sportlicher Leiter Christoph Deters kämpferisch: „Wir alle haben das Gefühl, zuletzt Punkte liegen gelassen zu haben. Die nächste Möglichkeit zu punkten, wollen wir nun ergreifen.“

Dabei kann Trainer Ivo Warnecke erstmals wieder auf den genesenen Lasse Thünemann zurückgreifen. Allerdings zog sich Linksaußen Patrick Abram unter der Woche eine Muskelverletzung zu und droht auszufallen.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)