Altmoorhausen/Hemmelsberg/Holle/Oberhausen/Lintel - Während bei vielen zu dieser Jahreszeit der Frühjahrsputz ins Haus steht, haben die Bewohner einiger Dörfer in der Gemeinde Hude ihre Straßen und Wege selbst von Müll befreit. Am Samstagmorgen waren die Dorfgemeinschaften aus Altmoorhausen, Hemmelsberg und Lintel sowie Mitglieder des Wöschenlanner Heimatvereens und des Reit- und Fahrvereins Holle-Wüsting auf den Beinen, um bei verschiedenen Müllsammelaktionen achtlos auf die Straße geworfenen Unrat einzusammeln und ordentlich zu entsorgen. Ähnliche Aktionen gibt es in vielen Dörfern der Gemeinde.

Groß und Klein trafen sich bei der Schutzhütte in Hemmelsberg. Dort wurden zuerst alle Beteiligten mit Greifzangen, Müllbeuteln und Warnwesten ausgestattet, um anschließend in kleinen Gruppen durch die Dörfer zu ziehen.

„Zu den spektakulären Funden zählten diesmal ein Fahrzeugschein und eine Kaffeemaschine“, berichtet Tanja Claußen vom Bürgerverein. Insgesamt beteiligten sich 23 Erwachsene und acht Kinder an der Müllsammelaktion in Altmoorhausen und Hemmelsberg. Beim anschließenden Grillen bedankte sich der 1. Vorsitzende des Bürgervereins, Hauke Ellinghusen, für die tatkräftige Unterstützung aller Beteiligten.

Bei einer weiteren Aktion trafen sich 38 Mitglieder, darunter 21 Kinder, des Wöschenlanner Heimatvereens und des Reit- und Fahrvereins Holle-Wüsting, um die Gräben und Seitenstreifen der Dörfer Holle und Oberhausen von Unrat zu befreien. „Neben vielen Plastikfolien, Glasflaschen und Rohren wurde auch ein großer Müllhaufen gefunden, in dem sich sogar noch ein Passbild von dem Übeltäter befand“, sagte Dörthe Suhr vom Wöschenlanner Heimatvereen.

Auch ein Stapel mit Bioabfalltüten sorgte für Erstaunen. Trotzdem wurde in diesem Jahr wieder vergleichsweise wenig Müll gefunden, was wohl der regelmäßigen Beteiligung an der Müllsammelaktion zu verdanken ist. Anschließend gab es für alle fleißigen Helfer noch ein gemeinsames Mittagessen.

Frühjahrsputz war auch bei der Dorfgemeinschaft Lintel angesagt. Bis zu 60 Beteiligte, Kinder und Erwachsene, trafen sich, um kräftig zu sammeln. Dabei kam viel Unrat zutage. Insbesondere Essensverpackungen, die „unvernünftige Bürger“ nicht mit nach Hause genommen hatten, seien negativ aufgefallen, hieß es.

„Der Müll wird einfach aus dem Autofenster in die Landschaft geworfen. In dem Zusammenhang muss man wirklich feststellen, dass die Kinderstube einiger Menschen absolut versagt hat“, meinte Bernhard Wolff von der Dorfgemeinschaft Lintel.

Arne Erik Jürgens
Arne Erik Jürgens Thementeam Polizei/Justiz