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Jubiläum „Großartig, was die Rotarier hier leisten“ Spenden aus der Weihnachtstombola

Astrid Kretzer

ALTONA - „Rotary ist Freundschaft nach innen und helfen nach außen“, sagt Jost Schütte, Governor im nordwestdeutschen Distrikt 1850 mit 63 Rotary-Clubs. Und beides sieht er durch die Rotary-Freunde in der Wittekindstadt gelebt, wie der Ehrengast anlässlich der Charterfeier „25 Jahre Rotary Wildeshausen“ auf Gut Altona betonte. Gut 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gründungsclub sowie den Partnerclubs aus Hertford (England) und Franeker (Niederlande) verbrachten am Sonnabend einen festlichen Abend der Freundschaft mit dem Rotary-Club Wildeshausen, der einst von einigen Rotariern aus dem RC Bremen-Roland gegründet und am 22. Mai 1987 mit der Charterurkunde in die rotarische Gemeinschaft aufgenommen worden war. „Ich bin stolz auf meinen Club und was wir erreicht haben“, sah Jubiläums-Präsident Lutz Riedel allen Grund zum Feiern: 25 Jahre rotarische Arbeit mit sozialen Projekten seien „eine gute Basis für die Zukunft“.

Dass der Club auch im Jubiläumsjahr den Gemeindienst ganz obenan stellt, konnte der Präsident im Rahmen des Festakts mit einer symbolischen Scheckübergabe an Bürgermeister Dr. Kian Shahidi unterstreichen: 13 500 Euro Reinertrag aus den Weihnachtsmarktaktivitäten mit Tombola in Kooperation mit dem Handels- und Gewerbeverein fließen in soziale Projekte in und um Wildeshausen (siehe Meldung). „Es ist großartig, was die Rotarier in Wildeshausen leisten“, dankte Shahidi für das Engagement.

„Kleinod der Natur“

Viel Lob und Anerkennung gab es aber auch für andere Projekte wie den internationalen Jugendaustausch oder die Pflege des Arboretums am südlichen Stadtrand. Von einem „einzigartigen Kleinod der Natur“ sprach der Bürgermeister – und gar „neidisch“ aufs „fantastische Arboretum“ bekannte sich Jill Geall, Präsidentin des Hertforder Partnerclubs, die auch gleich etwas mitgebracht hatte, um den Baumgarten um eine Englische Eiche zu erweitern. Der großen Anerkennung schlossen sich auch die Franeker um Präsident Minne Lettinga an.

Das Zusammenstehen der Wildeshauser Rotary-Freunde hob Landrat Frank Eger hervor, selbst seit 1991 Mitglied. Und den Blick auf die bisweilen turbulenten Anfänge zurück lenkte Gründungspräsident Dr. Volker Kuhlmann, dem die bisherigen Projekte am Herzen liegen. Zugleich sieht er die Rotarier als „größte Familie der Welt“ angesichts von Klimawandel und Verarmung vor großen Aufgaben. Kuhlmann selbst fand am Sonnabend hohe Würdigung seines Engagements durch den Orden „Paul-Harris-Fellow“ mit zwei Saphiren.

Partnerclubs zu Gast

Der festliche Abend war Teil eines Jubiläumswochenendes gemeinsam mit den Partnerclubs, zu denen seit 20 (Hertford) bzw. neun Jahren (Franeker) Beziehungen gepflegt werden. Nach dem Eintreffen der fast 30 Gäste am Freitag mit Übernachtung in Gastfamilien standen etwa eine Baumpflanzung im Arboretum sowie ein Besuch im Dampfkornbranntweinbrennereimuseum mit Probieren von Schlotputzer und Korn auf dem Programm. Vom Jubiläum dürfte lange gesprochen werden, meinte Rients van der Burg, der die Partnerschaft auf Franeker Seite einst ins Leben rief – „wie schön es hier war“.

Auch dürfte in vielen Mitgliedsfamilien nun emsig geblättert werden: Zum Charterjubiläum hat der Rotary-Club auch eine Chronik vorgelegt.

Bei einer Baumpflanzung

zum 25-jährigen Bestehen des Rotary-Clubs Wildeshausen kamen am Sonnabendnachmittag im Arboretum vier Bäume ins Erdreich. Präsident Lutz Riedel setzte einen Eisenbaum, Minne Lettinga vom Partnerclub Franeker eine Linde, Governor Jost Schütte einen Tulpenbaum und der Club selbst stellte Zypressen zur Verfügung. Gründungspräsident Volker Kuhlmann hatte ferner eine Scheinbuche gestiftet.

Auch eine Eichenbank,

angefertigt von Werner Gramberg aus einer Eiche aus dem Hasbruch und gesponsert von Babett und Volker Kuhlmann, fand ihren Platz im Arboretum. Gründungspräsident Kuhlmann sah die Bank zugleich auch als ein Geschenk an seine Ehefrau an, die sich in den vergangenen 25 Jahren mit großem Einsatz um die Anpflanzungen kümmerte.

Platz nehmen

auf der neuen stabilen Sitzgelegenheit konnten am Ende Jill Geall (Rotary-Präsidentin in Hertford) mit Pam Caddow (Vorjahrespräsidentin), Minne Lettinga (Franeker), Präsident Lutz Riedel sowie Babett und Volker Kuhlmann.

Mit dem Reinerlös aus der Weihnachtstombola sollen auf Beschluss des Rotary-Clubs und seines Fördervereins Projekte unterstützt werden für Kinder sowie Senioren, zudem zwei bedürftige Familien und der Tierschutzverein. Insgesamt 6000 Euro gehen an Wall-, Holbein-, St. Peter-, Haupt- und Förderschule; zusammen 1800 Euro sind bestimmt für Maßnahmen zur Gewaltprävention an Schulen; 500 Euro, um Realschülern aus  sozial schwachen Familien „Cambridgezertifikate“ zu ermöglichen. Weitere Spenden: Kindergarten Dötlingen 500 Euro, „Treffpunkt Mittendrin“ 750, Hospizverein und Freiwilligen-Agentur je 1000, Kreisaltenheim 500 Euro.

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