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American Football So klappt es mit dem ersten Teamtraining

Oldenburg - Während die Oldenburg Knights ihre American-Football-Rüstungen noch im Schrank lassen und die Chance auf ein kontaktfreies Mannschaftstraining noch nicht nutzen wollen, freuen sich die Outlaws diebisch auf die erste Teameinheit. An diesem Sonntag waren die „Gesetzlosen“ glücklich über 127 Spender bei einem von ihnen organisierten DRK-Blutspende-Termin in der GVO-Halle am Uhlenweg. Dem „blutigen“ Einsatz folgt zwei Tage später an diesem Dienstag der erste kollektive Trainingseinsatz seit über einem halben Jahr.

Ein Anfang

„Endlich mal wieder zusammen auf dem Platz“, frohlockt Outlaws-Präsident Elmar Heidenescher. Nach den seit gut einer Woche geltenden Corona-Regeln dürfen Erwachsene kontaktfreien Sport betreiben, wenn ein Zwei-Meter-Abstand eingehalten wird oder es je Teilnehmer eine Fläche von zehn Quadratmetern gibt. „Auch wenn wir noch nicht wieder in den Körperkontakt gehen können, so besteht zumindest die Möglichkeit, wieder Bälle zu passen und zu fangen“, sagt Heidenescher: „Das ist schon einmal ein Anfang.“

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Tom Springer Jan Zur Brügge
Oldenburg

Ein Quadrat

Alle Spieler und Coaches sollen vor dem Training bei einer Station einen Corona-Test machen und die Bescheinigung mitbringen. Für die, die das zeitlich nicht schaffen, hält Heidenescher vor Ort eine Anzahl von Tests bereit. Auf dem Feld wird jedem Spieler ein 5 x 5 Meter großes Quadrat zugewiesen, in dem er sich bewegen darf. Die Abstände zu den Teamkollegen werden eingehalten. „So können wir in voller Mannstärke trainieren“, freut sich der Chef-Outlaw.

Ein Zweifler

Knights-Coach Marcus Meckes sieht die aktuelle Lage noch nicht richtig als Fortschritt und verzichtet auf Teamtraining. „Das bringt uns nicht wirklich weiter. Wir haben aber auch keinen Druck“, sagt er zweifelnd: „Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob das dieses Jahr noch etwas wird mit einer Saison, weil es noch eine Zeit braucht, bis alle durchgeimpft sind und sich die Situation weit genug entspannt hat.“ Im Football sei es eine sehr spezielle Situation, da mit Spielern, Unparteiischen und Betreuern mehr als 100 Personen am und auf dem Feld stehen können.

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Jan Zur Brügge
Oldenburg

Ein Optimist

Heidenescher zeigt sich da etwas optimistischer als Meckes. „Wenn es sich so weiterentwickelt, kann es durchaus möglich sein, dass in vier, fünf Wochen auch wieder Kontaktsport möglich ist“, meint er: „Dann könnten wir im September vielleicht noch eine Saison spielen – auch wenn sicher nicht mit vielen Zuschauern und Verkaufsständen.“

Ein Hindernis

Dass so Einnahmemöglichkeiten wegfallen, ist ein Hindernis, da andererseits trotzdem die nicht gerade niedrigen Schiedsrichterkosten anfallen. Das seien je nach Ansetzung durchaus auch einmal rund 700 Euro, erklärt Heidenescher: „Den größten Batzen davon macht das Spritgeld aus“, erklärt er: „Von daher hätte ich kein Problem damit, wenn alle Schiedsrichter aus der unmittelbaren Nähe des Spielortes kämen, selbst wenn sie aus dem gastgebenden Verein sind.“

Niedersachsens Weg in die Normalität mit dem Stufenplan 2.0

Für Oldenburg wurde am Montag eine Inzidenz von 34,9 gemeldet. Nach dem vom Land vorgestellten Stufenplan 2.0 (könnte hier mit der nächsten Verordnung ab 31. Mai greifen) würde ein Kreis oder eine Stadt nach fünf Werktagen unter der 50 von Stufe 3 auf 2, unter der 35 von Stufe 2 auf 1 und unter der 10 von Stufe 1 in die „Normalität“ wechseln.

In Stufe 3 bestehen für den Breitensport diese Regeln, die so aktuell auch in Oldenburg gelten: Drinnen gelten die „normalen“ Kontaktbeschränkungen (ein Haushalt plus zwei Personen, Kinder unter 14 Jahren frei). Draußen ist für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Kontaktsport in festen Gruppen bis 30 Personen zulässig. Erwachsene dürfen kontaktfreien Sport betreiben, wenn ein Zwei-Meter-Abstand eingehalten wird oder es je teilnehmender Person eine Fläche von zehn Quadratmetern gibt.

In Stufe 2 würden sich über Stufe 3 hinausgehend diese Möglichkeiten ergeben: Drinnen dürfen 30 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in festen Gruppen Kontaktsport betreiben. Draußen dürfen auch maximal 30 Erwachsene Kontaktsport betreiben.

In Stufe 1 würden sich die Verhältnisse schon weitgehend normalisieren: Alle Sportanlagen mit Hygienekonzept geöffnet – Kontaktsport zulässig.

In den Stufen 3 und 2 gilt bei allen Gruppenangeboten eine Testpflicht für volljährige Personen sowie Trainer und Betreuer. Geimpfte und Genesene zählen immer nicht mit. Duschen/Umkleiden sind geschlossen.

Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion
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