Ammerland - Die Fußballer des TuS Lehmden werden sich die Winterpause herbeiwünschen. Statt des Aufschwungs setzte es für die Ammerländer in der Kreisliga in Nordenham die zweite Niederlage in Serie.

SG Elmendorf/Gristede - VfL Oldenburg II 1:0. „Meine Spieler haben sich zerrissen und alles gegeben. Das war ein enorm wichtiger Sieg“, lobte SG-Trainer Stephan Borchardt seine Mannschaft. Weil dem Coach erneut zahlreiche Spieler fehlten, musste er wieder eine „Verlegenheitself“ aus dem Hut zaubern. Die Elmendorfer standen sehr kompakt und zwangen die Gäste so, viel mit langen Bällen zu arbeiten. Torchancen für beide Mannschaften waren Mangelware.

Eine der wenigen für die Ammerländer nutzte Ibraim Ramadanovski nach der Pause zum Tor des Tages. Die Gäste konnten erst noch einen Freistoß aus dem Halbfeld verteidigen, Fabian Sylvester brachte den Ball erneut in den Strafraum und Ramadanovski jagte das Spielgerät in den Winkel. „Am Ende ließen bei einigen Spielern die Kräfte nach, es gab auch den einen oder anderen Krampf. Die Spieler haben heute als Team funktioniert und sich für ihren Einsatz belohnt“, freute sich Borchardt.

VfL Bad Zwischenahn - FC RW Sande 4:2. Die Gastgeber hielten die Partien länger offen, als es Trainer Stefan Jasper lieb war. „Am Ende haben wir hochverdient gewonnen, aber die Entscheidung zu lange verpasst“, fasste Jasper zusammen.

Ein verwandelter Elfmeter von Victor Gerken brachte die Zwischenahner in Führung (13. Minute), danach ließ der VfL gleich mehrere gute Chancen liegen. Die Strafe dafür war das 1:1 durch Dennis Rehbein (34.). Doch noch vor der Pause gelang Julius Zaher (43.) der erneute Führungstreffer. Auch im zweiten Durchgang war Zaher (52.) mit dem 3:1 zur Stelle. Als die Gäste einen Spieler durch eine gelb-rote Karte verloren (55.), schaltete der VfL zu früh einen Gang zurück und verpasste es, mehrere Überzahlgelegenheiten zum entscheidenden 4:1 auszuspielen. So kam Sande durch Gerrit Schökel (82.) noch einmal auf 3:2 heran. Der VfL behielt jedoch die Nerven, Moritz Zaher traf in der 89. Minute zum 4:2, ehe sich eine weiterer Friesländer die rote Karte abholte.

FC Nordenham - TuS Lehmden 4:2. Lehmdens Spielertrainer Nils Geveshausen fehlten die Worte. „Wir haben 25 Minuten richtig guten Fußball gespielt, 2:0 geführt und wohl gedacht, dass das Spiel nur an uns gehen kann. Danach kam aber nicht mehr viel“, haderte der Routinier.

Denn nach den Treffern von Kilian Kreye und Geveshausen kämpfte sich auch Nordenham ins Spiel und kam noch vor der Pause zum 1:2. Geveshausens mahnende Worte in der Halbzeit stießen auf taube Ohren. Dieses Mal erwischte Nordenham den besseren Start und kam schnell durch Mehmet Acar (54.) zum 2:2 und drehte danach die Partie komplett, als Safin-Foad Hamijou einen Doppelpack schnürte (80. und 85.). Lehmden hatte zwar selbst noch gute Chancen, kam aber nicht mehr zum Torerfolg.

FC Rastede II - SW Oldenburg 1:5. Rastedes Trainer Sascha Gollenstede betitelte die Partie mit „Not gegen Elend“. Denn viel bekamen die Zuschauer in Rastede nicht zu sehen. In der kampfbetonten Partie ging der FC durch Niklas Hintz (16.) in Führung, kurz darauf glich Marco Hillmer (19.) für SWO aus. Zu Beginn des zweiten Durchgangs mussten die Löwen gleich doppelt verletzungsbedingt wechseln. Dadurch fehlten im weiteren Verlauf die Kräfte. „Heute war unsere Personaldecke zu dünn, um in der zweiten Halbzeit nachzulegen. Nachdem SWO das 1:2, 1:3 und 1:4 schnell hintereinander erzielt hat, war die Partie entschieden“, fasste Gollenstede zusammen.