Ammerland/Wesermarsch - In der Fußball-Abstiegsrunde der Kreisklasse Jade-Weser-Hunte geht es weiterhin richtig spannend zu. Das liegt daran, dass es eine enorm ausgeglichene Runde ist, denn auch nach fünf Spieltagen beträgt der Abstand von SW Oldenburg zu Schlusslicht TuS Obenstrohe II sechs Punkte. Vom ersten Abstiegsplatz nach ganz oben sind es gar nur vier Zähler. Darum gilt, wer in den Nachholspielen am Dienstag auch verloren hat, entschieden ist hier noch lange nichts.
1.FC Nordenham - VfL Bad Zwischenahn 3:2
Die Gastgeber gingen schwungvoll ins Spiel, nutzten die Tatsache, dass der VfL Bad Zwischenahn aufgrund von einigen Umstellungen noch seine Ordnung suchte, und erspielten sich drei Großchancen. „Die müssen eigentlich drin sein und die Jungs hätten sich belohnen können“, sagt FCN-Coach Mario Heinecke. Weiter war seine Mannschaft die tonangebende und Enis Alan erzielte den verdienten Führungstreffer vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel, Bad Zwischenahn hat mittlerweile auch am Spiel teilgenommen, schossen Suayb Gürbüz und der A-Jugendspieler Azad Erdal Önder die Nordenhamer 3:0-Führung heraus. Julius Zaher sorgte dann für den ersten Zwischenahner Treffer und zog damit den Stecker im Nordenhamer Spiel. „Wir haben die aufkommende Unsicherheit nicht wirklich aus der Mannschaft bekommen“, sagt Heinecke und so fiel erneut durch Julius Zaher auch der 3:2-Anschlusstreffer. „Beinahe hätten wir auch das Unentschieden noch kassiert, Am Ende war es aber ein verdienter Sieg, um drei Tore zu niedrig, zudem haben wir völlig unnötige Gegentore gefangen. Lobend erwähnen möchte ich unsere beiden A-Jugendspieler Azad Erdal Önder und Lukas Laber, die beide einen starken Eindruck hinterlassen haben“. Bad Zwischenahn spielte nach dem Treffer zum 3:1 mit Schwung weiter, nutzte die Unsicherheit der Gastgeber“, und was Nordenham in der ersten Hälfte liegengelassen hat, haben wir zum Ende des Spiel liegengelassen“, schildert Gästetrainer Achim Beeken. „Wir mussten in der Defensive umstellen. Ich muss die Moral der Jungs hervorheben, sie haben sich nie hängen lassen, aber am Ende sollte es nicht mehr zu einem Punkt reichen“.
FC Rastede II - SVG Berne 7:0
Die Löwen starteten druckvoll, nur Chancen sollten erst noch Mangelware sein. Berne setzte auf Defensive und hätte in der 13.Minute beinahe nach einem Konter die Führung erzielt, ein Schuss ging jedoch über das Tor. Auf der anderen Seite schoss Shawn Bons den Berner Keeper an. So dauerte es bis zur 28.Minute, ehe die Gäste nach einer scharfen Hereingabe von Janek Scheffler per Eigentor die Führung der Löwen erzielten. Zwei Minuten später lenkte Berne-Schlussmann Daniel Anders einen 25 Meter-Schuss gerade noch zur Ecke und auch Sergej Müller schaffte es nicht, das wichtige zweite Tor zu erzielen. Sebastian Hein vergab eine Doppelchance , Berne setzte anschließend einen Kopfball über das Löwen-Tor. Schließlich war es Shwan Bons, der nach einer Ecke am zweiten Pfosten stand und zum 2:0 traf, in der 42.Minute schob Janek Scheffler eine Flanke von Sergej Müller zum 3:0 ein. In der zweiten Hälfte spielte fast nur noch Rastede und zwangsläufig fielen auch die Tore. Sebastian Hein schob einen Abpraller vom Pfosten nach einem Scheffler-Schuss zum 4:0 ein, Sergej Müller legte für Shawn Bons auf, der zum 5:0 traf und Bons nutzte auch ein Abspiel von Wilke Helms zum 6:0. Bons markierte auch das 7:0. „Wir haben weitere wichtige Punkte eingefahren und das zählt“, sagt Löwen-Coach Sascha Gollenstede der dem Spiel „nicht so viel abgewinnen konnte wie dem 4:1-Sieg in Obenstrohe“, aber am Ende ist man zufrieden und bereite sich in den nächsten Tagen auf das nächste Spiel am Dienstag der kommenden Woche gegen RW Sande vor. Gästetrainer Nils Schneider war nach dem Spiel etwas bedient. „Wir sind recht gut gestartet, haben unser Spiel und unsere Vorgaben die ersten 25 Minuten auch gut umgesetzt, nach dem 0:1 sind, warum auch immer, die Dämme gebrochen. Wir wollten versuchen wenigstens die zweite Hälfte zu gewinnen, aber das funktionierte auch nicht. Es war eine herbe Niederlage, die wir dennoch schnell vergessen müssen. Der Fokus ist jetzt auf das Spiel gegen Zetel gerichtet“.
SG Elmendorf/Gristede - TuS Büppel 5:2
Viel hatten sich die Gäste aus Büppel für diesen Abend vorgenommen, gerade nach dem 4:0-Sieg gegen die SVG Berne, doch es sollte wenig gelingen. Büppel hatte den besseren Start und ging durch Hannes Koring schon nach drei Minuten mit einem kuriosen Tor in Führung. Der Ball setzte im Sechzehner auf und auf dem unebenen Boden hüpfte dieser irgendwie ins Tor. Nach einer halben Stunde nahm das Unheil für die Gäste seinen Lauf. In der Folgezeit erzielten Fabian Sylvester (3x), Tobias Münkewarf und Dennis Meier die Tore zum 5:1-Vorsprung, ehe in der letzten Minute erneut Hannes Koring der zweite Büppeler Treffer gelang. „Gristede war heute einfach griffiger, wollte den Sieg mehr und ist auch verdienter Sieger“, sagt Büppel-Coach Timo Lüdtke. „Leider ist das Ergebnis auch in Ordnung. Unser Problem ist, das wir sehr oft Gegentore fangen, die einen merkwürdigen Charakter haben, aber, wir sind immer noch im Rennen und werden nun in Sandkrug versuchen, wieder ein anderes Gesicht zu zeigen“. Für die Ammerländer war es der erste Sieg in der Abstiegsrunde. „Die Jungs haben ein richtig geiles spiel gemacht“, lobt SG-Trainer Steffen Wilkens. „Läuferisch waren alle voll da, endlich konnte ich auch vom Kader her wieder auf Spieler zugreifen und das macht sich auf dem Platz bemerkbar. Am Freitag geht im Ammerland Derby gegen Bad Zwischenahn darum, einen weiteren Sieg zu holen, dann ist alles noch möglich“.
