Elsfleth - Hilft dieser eine Punkt wirklich weiter? Am Sonnabend haben die Handballer des Elsflether TB in eigener Halle ein 23:23 (14:11)-Unentschieden gegen das Oberliga-Schlusslicht VfL Fredenbeck II erzielt. Dadurch wahrte der ETB zwar seinen Vorsprung auf die Abstiegsplätze, aber absetzen konnte er sich auch nicht.
Im Vergleich zur 28:32-Niederlage eine Woche zuvor beim TV Bissendorf-Holte kehrten Robert Mohr, Philipp Bolte und Lasse Pape in den Kader zurück. Dafür fehlte neben Fynn Oberegger auch Trainer Ulrich Adami, der beruflich in Rio weilte. Für ihn übernahmen Bela Rußler auf dem Feld und Sascha Klostermann sowie Carlos Ganhito von der Bank aus das Kommando.
Den Elsflethern war die Bedeutung dieser Partie bewusst, und sie legten gut los. Vorne netzten vor allem die Rückraumspieler wiederholt ein. Und hinten hielten sich die Gegentreffer in Grenzen. Allerdings war die Deckung nicht ganz sattelfest. Die Gäste hätten sicherlich öfter getroffen, wenn nicht ETB-Keeper Marcel Völkers ein starker Rückhalt gewesen wäre.
Nach einer Viertelstunde hatten sich die Hausherren eine Vier-Tore-Führung (9:5) erspielt. Doch es flutschte anschließend nicht mehr so richtig, der Angriff präsentierte sich fortan längst nicht mehr so zielsicher wie zuvor. Zu einer 14:11-Pausenführung reichte es dennoch.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts übertrafen sich beide Teams zunächst mit technischen Fehlern. Die Fredenbecker fingen sich als Erstes, holten den Rückstand nicht nur auf, sondern gingen beim 17:16 (43.) erstmals in Führung. Die Gastgeber dagegen brachten in den ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte gerade einmal drei Treffer zustande. Sie übten zu wenig Druck auf die Gäste-Abwehr aus.
Erst in den letzten zehn Minuten trafen sie wieder das Tor. Aber auch der VfL kam nun häufiger zum Erfolg. Zur Unzeit kassierten erst Bela Rußler und dann Markus Zindler die einzigen Elsflether Zeitstrafen im gesamten Spiel. Fredenbeck ging 23:22 in Führung.
61 Sekunden vor dem Ende glich Chris Danielzik aus. Gleichzeitig erhielt der VfL eine Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt. Doch ihren Ballbesitz spielten die Gäste geschickt aus. Sie kamen in der Schlussminute zwar nicht mehr zum Abschluss, tüteten aber ihren Punktgewinn ein.
„Vorne haben wir es versaut“, sagte Klostermann mit Blick auf die zweite Halbzeit. Bei nur 23 Gegentoren sei eigentlich ein Sieg Pflicht gewesen. In der Tabelle bleibt der ETB Elfter. Ärgerlich: Hätten die Elsflether gewonnen, was durchaus möglich gewesen wäre, wären sie nun Neunter.
ETB: Völkers, K. Danielzik – Santen (7), C. Danielzik (4), B. Rußler (4/2), Bolte (3), Mohr (2), Zindler (2), van Dreumel (1), Janßen, Pape, Wille.
Spielstationen: 5:2 (7.), 9:5 (14.), 11:9 (21.), 14:11 (30.), 15:13 (38.), 16:17 (43.), 20:19 (54.), 23:23 (60.).
