Hude - „Nur schlafen und essen ist nicht gut. Arbeit ist gut“, sagt Aaron. Der Flüchtling aus Eritrea, der schon ein bisschen Deutsch gelernt hat, freute sich deshalb mit seinen Landsleuten, dass es für ihn etwas zu tun gab. Schließlich dürfen die Männer erst arbeiten, wenn ihr Asylverfahren abgeschlossen ist.
Gemeinsam mit Mitgliedern des TV Hude brachte eine Gruppe von 15 Eritreern, die in Hude leben, die Volleyball- und Handball-Sandplätze bei der Jahnhalle auf Vordermann. Auf Vermittlung des Huder Netzwerks Asyl war der freiwillige, ehrenamtliche Arbeitseinsatz zustande gekommen.
Grassoden an den Rändern wurden ausgestochen. Immerhin 200 laufende Meter Bordsteine mussten vom Bewuchs befreit werden, wie Turnvereinsmitglied Klaus-Dieter Klammt berichtete.
90 Kubikmeter neuer Sand wurden auf den beiden Spielfeldern verteilt, die Netze aufgebaut. Gemeinsam mit sieben einheimischen Helferinnen und Helfern ging es an die Arbeit. Und die machte den Männern aus Eritrea sichtlich Spaß. Auch der Spaß am Sport verbindet sie mit dem TV Hude. Etliche von ihnen spielen mittlerweile Volleyball und Handball im Turnverein. Eine Integrationsinitiative des TV Hude, die Früchte trägt.
„Das letzte Mal wurden die Sandplätze vor vier Jahren hergerichtet“, erzählte Felix Lingenau, Sportreferent beim Turnverein. Die Idee, die Flüchtlinge an der Instandsetzung der Plätze zu beteiligen, fand großen Anklang.
Die beiden Plätze stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung, können also auch von den Flüchtlingen im Sommer gerne genutzt werden.
„Wir geben ihnen auch ein paar Bälle mit, damit sie hier jederzeit spielen können“, sagte Felix Lingenau am Montagnachmittag.
Lingenau freute sich über die große Unterstützung aus dem Kreis der Flüchtlinge.
Helfer des Turnvereins sorgten während des Arbeitseinsatzes für die Verpflegung. Am Abend, zur Einweihung der frisch hergerichteten Spielfelder, wurde gemeinsam gegrillt.
„Wir wollen Einheimische und Flüchtlinge in Kontakt bringen“, so Lingenau.
Das ist gut gelungen.
