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NWZonline.de Sport

Ski Alpin: Neureuther erlebt bitteres WM-Finale

18.02.2019

Are Als Felix Neureuther nach der Pleite im vielleicht letzten großen Rennen seiner Karriere die kleine Matilda auf den Arm nahm, konnte er endlich wieder lachen. Doch auch das Wangenküsschen für seine Tochter und die Umarmung mit Ehefrau Miriam konnten seine bittere Enttäuschung über die Disqualifikation im WM-Slalom nicht verbergen. Neureuther war sauer auf sich selbst – und auf den Deutschen Skiverband. Ob er doch nach diesem Winter noch weitermache, hänge nicht nur von ihm ab, sagte er zerknirscht.

„Es müssen schon auch ein paar Dinge geändert werden“, sagte Neureuther mit ernster Miene: „Fakt ist, so wie es momentan ist, lass ich es bleiben.“ Er müsse deshalb wissen, „in welche Richtung der Verband ziehen will. Wenn ich das Gefühl habe, dass das die richtige Richtung ist, bin ich dabei und hätte große Freude daran.“ So, wie es aktuell laufe, „wie ein paar Entscheidungen getroffen werden, war es für mich klar, dass es schwierig wird“. Was genau er meinte? „Das ist intern.“

Der 34-Jährige hatte seit seinem Comeback nach dem Kreuzbandriss im November 2017 immer wieder gesundheitliche Schwierigkeiten, dazu kamen Materialprobleme. All das hatte dazu geführt, dass Neureuther den Anschluss an die absolute Weltspitze um Marcel Hirscher, der in Are zum dritten Mal Slalom-Weltmeister wurde, verlor. Doch das allein schien ihn nicht umzutreiben. Er übte Kritik an den Kollegen, nahm namentlich nur Stefan Luitz und Dominik Stehle aus, und forderte wiederholt eine Richtungsänderung.

„Es kann nicht sein, dass es immer nur von einer Person abhängt, ob wir Erfolg haben oder nicht“, schimpfte Neureuther, der im Finale eingefädelt hatte. Fühlt er sich alleine gelassen? „Nein.“ Auch an den Trainern habe es nicht gelegen, „hinter ihnen stehe ich wie noch was“.

Neureuther, nur so viel stand zunächst fest, wird die Saison zu Ende fahren und an den Weltcup-Rennen in Kranjska Gora sowie am Saisonfinale im März in Andorra teilnehmen. Und danach? Wenn er nicht das Gefühl habe, noch einmal ganz vorne angreifen zu können, sagte er, „bin ich Realist genug zu sagen, okay, das ergibt für mich keinen Sinn.“

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