ASCHENSTEDT - „Gut Ding will Weile haben“ – Dieses Sprichwort sei ihm eingefallen, als er überlegte, was er zur Einweihung des Bolzplatzes in Aschenstedt sagen solle, erzählte Bürgermeister Heino Pauka. Nach Jahren der Planungen und vielen Verzögerungen in der Umsetzung war es am Freitag endlich so weit.

Schon vor der offiziellen Eröffnung hatten sich die Kinder und Jugendlichen aus Aschenstedt ihren neuen Fußballplatz erobert und kickten, was das Zeug hielt – mittendrin Jugenddiakon Jochen Wecker von der evangelischen Kirchengemeinde Dötlingen. Er übernimmt die Verwaltung des Platzes.

Bis es so weit war, musste Bürgermeister Pauka eine Menge Klinken putzen, wie er berichtete. „Bei Werner Backhus war ich dann erfolgreich“, erinnerte sich Pauka, dass der Landwirt 3500 Quadratmeter für die Kinder und Jugendlichen zur Verfügung gestellt hat. Die 35 000 Euro, die der Platz die Gemeinde Dötlingen nun gekostet hat, seien gut investiert, sagte Bürgermeister Pauka.

Rund 60 Anwohner und Gäste waren zur Einweihung gekommen, um zu kicken oder anzufeuern. Die Aschenstedter freuen sich, dass der Platz nun fertig ist. „Ein Bolzplatz hier war die richtige Entscheidung. Das ist wirklich super gelöst“, freute sich Mutter Susanne Klotz. Und auch Maximilian (13), Finn (14) und Rene (14) waren begeistert. „Sonst mussten wir immer nach Dötlingen“, erzählte Finn. „Nur der Rasen muss noch ein bisschen kommen“, wünschte sich Maik Meier.

Ein Geschenk gab es von der Aschenstedter Dorfgemeinschaft. Edith Cording überbrachte einen Fußball und gute Wünsche für die Zukunft: „Und ich hoffe, dass sich auch die Nachbarn gut benehmen“, sagte die Vorsitzende.

Und dann konnte ganz offiziell Fußball gespielt werden. Jochen Wecker und Rudi Zingler, Trainer beim TV Dötlingen, hatten den Aschenstedter Wanderpokal mitgebracht, den vier Mannschaften mit je zehn Spielern unter sich ausspielten.

Jugenddiakon Jochen Wecker sorgt nun jede Woche dafür, dass der Bolzplatz auch genutzt wird. Donnerstags, zwischen 16 und 17.30 Uhr, lädt er nun zum Kicken ein. „Ich will keine Konkurrenz zu den Fußballvereinen schaffen.“ Jeder, der Spaß am Fußball hat, kann vorbeikommen. Und abgewandelte Regeln sorgen dafür, dass auch die Kleinen nicht zu kurz kommen.