Landkreis - Eine hochkarätige, umkämpfte Partie erwartet die Faustball-Fans am Samstag, wenn der Ahlhorner SV auf seinen direkten Konkurrenten im Titelkampf der 1. Faustball-Bundesliga, den VfK Berlin, trifft. Die anderen beiden Landkreis-Mannschaften, der TV Brettorf und der SV Moslesfehn, machen bereits am Freitagabend unter sich aus, wer am Ende die Punkte einsammelt.
TV Brettorf - SV Moslesfehn (Freitag 20 Uhr, Sporthalle Bareler Weg). Bisher konnten die Aufsteiger aus Moslesfehner noch keine Begegnung in der 1. Faustball-Bundesliga für sich entscheiden. Trotzdem werden sie gegen den Tabellendritten aus Brettorf im Derby keine Punkte kampflos abgeben.
Eigentlich sind die Rollen klar verteilt, doch die Tatsache, dass TVB-Angreifer Tobias Kläner nach seiner Operation aufgrund eines Sehnenabrisses am rechten kleinen Finger in diesem Jahr nicht mehr spielen können wird, mischt die Karten neu. „Hauke Rykena aus der zweiten Mannschaft wird uns jetzt unterstützen“, erzählt Spielertrainer Christian Kläner. Die Hauptlast werde bei Malte Hollmann liegen. Eigentlich spielt er Rückschlag, muss nun aber auch die Angaben übernehmen. „Wenn die Moslesfehner sehen, dass wir mit einem veränderten Kader an den Start gehen, weckt das vielleicht Hoffnungen, aber die werden wir im Keim ersticken. Wir müssen auch mit der restlichen Truppe gewinnen, das hat oberste Priorität“, fordert Kläner.
Doch einfach wollen es die Moslesfehner ihnen nicht machen. „Die Rollen sind klar verteilt, aber Derbys haben andere Regeln. Wir werden alles geben“, sagt SVM-Trainer Bodo Würdemann. Es spiele den Moslesfehnern in die Karten, dass Kläner verletzt ist. „Unsere Mannschaft hat sich immer mehr gesteigert und ist in der Liga angekommen. Wir werden versuchen, Brettorf unter Druck zu setzen und abwarten“, so Würdemann, der einen vollständigen Kader zur Verfügung haben wird.
Ahlhorner SV - VfK 01 Berlin (Samstag 16 Uhr, Sporthalle Am Lemsen). Zum Spitzenspiel erwartet Tabellenführer Ahlhorn seinen Verfolger aus Berlin, der derzeit den zweiten Tabellenplatz belegt und unbedingt ein Wörtchen in Sachen Meisterschaft mitreden möchte.
„Es ist ein ewiges Duell, in dem wir in der Summe des Öfteren den Kürzeren gezogen haben“, weiß ASV-Trainer Thomas Neuefeind. Er erwartet ein hitziges Duell, in dem sich die Ahlhorner wehren und den Ausgang für sich positiv gestalten wollen. Die Berliner zeichnen sich durch eine enorm starke Abwehrleistung aus. Einzige Schwäche ist die Angabe. „Im Aufbau und Rückschlag sind sie eine Klasse für sich. Wir müssen selbst mit 110 Prozent agieren“, sagt Neuefeind.
„Solche Gegner brauchen wir, um nachher bei den Deutschen Meisterschaften gegen die Teams der Südliga bestehen zu können. Wir freuen uns auf dieses Spiel, denn bisher hat uns noch keiner gefordert“, so der ASV-Coach.
