Delmenhorst - Das Handy von Thomas Hebgen steht in dieser Woche kaum still: „Wenn so viele Leute ins Stadion kommen wie mich derzeit anrufen, dann werden wir wohl 12 000 Zuschauer haben“, lacht der Teammanager der Fußballer des SV Atlas Delmenhorst. Ganz so viele werden es dann realistisch betrachtet aber wohl doch nicht sein, wenn der Tabellenzweite der 1. Fußball-Kreisklasse an diesem Freitag sein Spiel des Jahres im Delmenhorster Stadion Düsternortstraße) gegen den Bundesligisten SV Werder Bremen austrägt. Anstoß ist um 18.30 Uhr. „Ich rechne mit etwa 4 500 Zuschauern“ versucht Hebgen eine realistische Schätzung. Zugelassen ist das Stadion für 6 000 Besucher .

Die Vorfreude im Lager der Atlas-Kicker auf dieses Event sei „riesengroß“, betont der Teammanager. „Wir wollen damit aber gleichzeitig auch unseren Fans danke sagen“, so Hebgen.

Für die Bremer ist es in dieser Woche bereits das dritte Freundschaftsspiel im Norden. Dem 6:0-Erfolg beim VfL Oldenburg folgte ein wenig glanzloses 2:1 gegen den Landesligaabsteiger TV Jahn Schneverdingen. „Vielleicht spricht dieser Trend jetzt ja für uns“, meint Hebgen augenzwinkernd. Eine ehrliche sportliche Zielsetzung des Teammanagers klingt im nächsten Augenblick aber schon etwas bescheidender: „Wir freuen uns über jedes Ergebnis, das nicht zweistellig gegen uns ausfällt.“ An ein 2:2 wie vor 17 Jahren, als sich die beiden Clubs ein denkwürdiges Spiel lieferten, mag er dieses Mal eher nicht glauben.

Bereits anderthalb Stunden vor dem Anpfiff werden die Tore im Delmenhorster Stadion geöffnet (17 Uhr). „Es wird sicherlich im und ums Stadion herum voll“, rechnet Hebgen mit großem Andrang. Deswegen hat sich der Verein dazu entschlossen, einen Shuttle Service von den Graftwiesen anzubieten.