Conneforde - Auf einer Wiese in Conneforde, da steht ein Loch. Durch dieses „Runde“ muss das Runde – beim Fußballgolf. Es gibt weitere Löcher auf der Wiese. Wie die 18, in denen der Fußball jeweils landen muss. Und es gibt solche, auch halbe Löcher, durch die der Ball auf dem Weg zum jeweiligen Einloch-Loch hindurch kann, aber nicht muss. Hindernisse eben, „wie beim Minigolf“, sagt Betriebsleiter Jan Reiners.
Seit 2009 existiert die bislang einzige Fußballgolf-Anlage im Ammerland, erzählt Reiners. Sie gehört unter dem gemeinsamen Namen „Buhl Activity-Park Conneforde“ zum angrenzenden Kletterwald, um den sich der gelernte Veranstaltungskaufmann ebenfalls verantwortlich kümmert. Zwischen März und Ende Oktober ist sie fürs Tagesgeschäft geöffnet. Was das Loch auf der Wiese denn auch zu einem echten Sommerloch macht. „Im Winter öffnen wir ausschließlich für angemeldete Gruppen, etwa bei Kohlfahrten: Dann kommen die Leute auch mit dem Bollerwagen“, lacht der Betriebsleiter.
Beim Fußballgolf absolvieren die Gäste 18 Bahnen, auf denen sie einen Fußball mit möglichst wenig „Kicks“ mit dem Fuß einlochen müssen. Fußballgolf stammt ursprünglich aus Schweden, wo die ersten Anlagen in den 1980er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstanden sind. Die erste Anlage in Deutschland wurde im Juli 2006 in Dirmstein eröffnet.
„Viele denken, unsere Anlage sei nicht größer als eine Minigolf-Strecke“, berichtet Reiners und lächelt. Schließlich ist das Fußballgolf-Gelände so groß wie vier Fußballfelder und bietet den Gästen eine Gesamtlaufstrecke von gut 1,3 Kilometern Länge. „Wir haben hier viele Kindergeburtstage. Zudem wird die Anlage gern für Junggesellabschiede genutzt“, weiß Reiners – und betont, dass Gäste auch ihren angeleinten Hund mit aufs Gelände nehmen können.
Die einzelnen Bahnen sind zwischen zehn und 115 Meter lang – mit Schwierigkeitsgraden wie beim Golf – von Par 2 bis Par 5. Bei „Par 2“ sollte der Fußball perfekterweise mit zwei Schüssen im Loch landen, bei „Par 5“ eben mit fünf. „In erster Linie soll aber der Spaß im Vordergrund stehen“, sagt Jan Reiners, der an guten Wochenenden rund 150 Gäste auf der Anlage zählt: in der Regel Gruppen, in der Regel Menschen im Alter von 13 bis 35 Jahren.
„Das Gefühl zählt“, macht Reiners zum Abschluss deutlich, dass der geschickte Einsatz von Kraft und Koordination beim Fußballgolf zum Erfolg führt – eben mit möglichst wenig „Kicks“ durch den gesamten Parcours zu kommen. Reiners: „Wer glaubt, der „große Bumms“ im Fuß sei ein klarer Wettbewerbsvorteil beim Fußballgolf, der irrt deshalb gewaltig.“
