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„Aufstallpflicht trifft uns hart“

von Hauke FookeN

Frage:

Seit Freitag gilt wegen der Vogelgrippe in Niedersachsen Aufstallpflicht für sämtliches Geflügel. Wie gehen die Rasssegeflügelzüchter damit um?

Steenken:

Die Aufstallpflicht trifft uns hart. Vor allem, weil alle noch geplanten Ausstellungen ausfallen. Schon letztes Wochenende mussten bei einer Geflügelschau in der Weser-Ems-Halle über 1000 Tiere unmittelbar nach Bekanntgabe der Verordnung von den Züchtern wieder nach Hause gebracht werden. Das ist ärgerlich.

Frage:

Die Rassegeflügelzüchter haben in der Vergangenheit ja schon viele Erfahrungen mit den Schutzmaßnahmen zur Vogelgrippe sammeln können. Wie gehen sie dieses Mal vor?

Steenken:

Der Landesverband der Rassegeflügelzüchter im Weser-Ems-Raum – ihm gehören 85 Vereine mit mehr als 5000 Mitgliedern an – setzt auf umfassende Information. Die vom Landwirtschaftsministerium angeordnete Aufstallpflicht stößt aber bei vielen auf Unverständnis. Zwar wurde im Kreis Cloppenburg bislang wohl nur ein weniger ansteckendes Virus als das berüchtigte H5 N1-Virus diagnostiziert – das ändert aber nichts daran, dass wir alle die Auflagen befolgen müssen und werden.

Frage:

Wird die Zucht von Rassegeflügel durch das Aufstallgebot beeinträchtigt?

Steenken:

Auf jeden Fall. Viele Züchter müssen – aus Platzmangel – ihre Bestände reduzieren. Es dürfte klar sein, dass man mehrere Hähne nicht zusammen in einen Stall einsperren darf. Die würden sich nur an den Kragen gehen. Also muss man Tiere schlachten. Und das ist der Zucht, der Arterhaltung und der Ausübung des naturnahen Hobbys nicht besonders förderlich.

Im Kreis Cloppenburg ist eine schwach ansteckende Form der Vogelgrippe aufgetreten. Lars Steenken, Pressesprecher der Stedinger Rassegeflügelzüchter und des Landesverbandes der Rassegeflügelzüchter Weser-Ems, ist wenig begeistert von der Aufstallpflicht für das Federvieh.

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