Hude - Der TV Hude bleibt seiner Linie treu: Der Tischtennis-Oberligist ist als Aufsteiger auch noch nach vier Saisonspielen ungeschlagen und zu Hause inzwischen eine kleine Macht. Im Heimspiel gegen den MTV Wolfenbüttel glückte dem TVH in einem abwechslungsreichen Match ein verdienter 9:5-Erfolg.
Es war ein Sieg der Schmerzen, denn Felix Lingenau konnte aufgrund einer Fußverletzung nur humpelnd agieren. Dass Hudes Nummer zwei sogar einen Einzelsieg einfuhr – damit hätte unter den 70 Zuschauern vermutlich kaum jemand gerechnet. Doch Lingenaus Viersatzerfolg gegen Florian Haux spiegelte das gesamte Pflichtspiel gegen Wolfenbüttel wieder. Denn Hude lag gegen die in Bestbesetzung angereisten Gäste schon mit 4:0 vorne, doch nach der knappen 2:3-Niederlage von Alex Dimitriou gegen Klaus-Peter Specht zum 4:4 drohte das Spiel zu kippen.
„Wir haben uns dann alle zusammen noch einmal eingeschworen auf die nächsten Spiele. Es musste mehr Energie her, das war der Schlüssel zum Erfolg“, betonte Lingenau. Dabei ging der 33-Jährige mit bestem Beispiel voran, kämpfte mit seinem lädierten Fuß und riss damit seine Mitspieler mit. Vorher hatte er überlegt, ob er wegen der Verletzung aussetzen sollte, doch letztlich war sein Einsatz unverzichtbar. „Es tut nur weh, wenn ich genau mittig auftrete, und das ist beim Tischtennis eher selten der Fall. Aber das normale Gehen ist schwierig und schmerzhaft“, erklärte Lingenau.
Neben der starken 3:0-Doppelausbeute glänzte der TVH als homogene Einheit. Einzig Immanuel Mieschendahl ging im Einzel leer aus. Dabei hätte er zum Matchwinner werden können. Gegen Thilo Marschke stand Mieschendahl schon dicht vor dem Sieg, als er mit 2:1 Sätzen und 9:5 im vierten Abschnitt führte. Zwei Bälle fehlten ihm zum Triumph, der gleichzeitig den 9:4-Gesamterfolg bedeutet hätte. So aber blieb es Alex Dimitriou vorbehalten, den krönenden Schlusspunkt zu setzen. Der Grieche tat sich gegen den unangenehmen Blockspieler Christof Kepski schwer, setzte sich aber mit 11:9 im fünften Satz durch.
Hudes Spitzenspieler Martin Gluza kam fast traumwandlerisch sicher zu seinen beiden Einzelsiegen und verbesserte seine Bilanz auf makellose 8:0. Der angriffslustige Linkshänder entzauberte mit Sven Arnhardt einen der besten Abwehrspieler Norddeutschlands. Wichtige Siege steuerten auch Christopher Imig – er feierte seinen ersten Einzelerfolg in dieser Saison – sowie Simon Pohl bei.
Mit 6:2 Punkten ist Hude Tabellendritter und jenseits der Abstiegszone. Am nächsten Sonnabend möchte der freche Aufsteiger gegen den VfL Oker erneut zu Hause groß auftrumpfen und die weiße Weste wahren.
