Oldenburg - Viel Lob, aber keine Punkte haben die U-17-Fußballer des VfL Oldenburg bei ihrer Bundesliga-Premiere gesammelt. Mit 2:4 (1:1) verlor der Aufsteiger am Sonntag das Nordwest-Derby gegen Werder Bremen. Vor 250 Zuschauern waren die Gastgeber im Marschwegstadion über weite Strecken gleichwertig und verpassten eine mögliche Überraschung nur knapp.

„Kompliment an meine Jungs. Die haben das gut gemacht“, lobte Trainer Nils Grape seine Elf, die dem Favoriten mit viel Einsatz lange Paroli bot. Der erste große Jubel ertönte dank einer starken Torwartleistung. Jan Templin hatte einen äußerst fragwürdigen Handelfmeter (19.) pariert und den VfL damit vor dem frühen Rückstand bewahrt.

Jubel Nummer zwei folgte nur drei Minuten später, als Timo Gawenda eine sehenswerte Kombination über Andrik Zohrabian und Thore Sikken mit dem 1:0 abschloss (22.). Danach waren die Oldenburger zunächst die bessere Mannschaft, die immer wieder gefährlich nach vorne spielte. Die Führung nahmen die Gastgeber aber nicht mit in die Kabine. Denn erst vergab Janek Grünebast die Chance auf das 2:0 (37.), ehe Ole Käuper (38.) im Gegenzug für Werder ausglich.

Pech hatten die Gastgeber zu Beginn der zweiten Halbzeit, als Thore Sikken nur den Pfosten des Werder-Tores traf (42.). Wenig später stand der VfL-Stürmer erneut im Mittelpunkt. Bei einem Konter wurde er von zwei Bremer Verteidigern in die Zange genommen. Schiedsrichter Fynn Kohn (Husum) ließ jedoch weiterspielen. Die Oldenburger reklamierten, während Maximilian Eggestein, der vor der Pause den Elfmeter verschossen hatte, die Verwirrung ausnutzte und zum 2:1 für die Gäste traf (55.).

Es folge eine kurze Schwächephase des VfL, die Evren Serbes (56.) und erneut Eggestein (62.) nach einem Templin-Fehlpass ausnutzten. Damit war das Spiel entschieden, doch der VfL steckte nicht auf. Sven Schenkel verkürzte auf 2:4 (70.) und läutete damit die Schlussoffensive ein. Der VfL setzte die Bremer noch einmal gehörig unter Druck, allerdings ohne Erfolg.

„Bei uns ist noch viel Luft nach oben. Der VfL hat engagiert gespielt, wie es sich für ein Derby gehört. Wir sind froh über die drei Punkte“, resümierte Werder-Trainer Viktor Skripnik. Der VfL stand zwar am Ende mit leeren Händen da, aber auch die Zuschauer honorierten die engagierte Leistung der Mannschaft.

VfL: Templin - Milz, Sahan (59. Baumeister), Leifholz, Grünebast, Waldow, Gawenda (66. Schenkel), Von-Lewen (59. Matondo), Gerlitzki, Zohrabian, Sikken.

Tore: 1:0 Sikken (22.), 1:1 Käuper (38.), 1:2 Eggestein, 1:3 Serbes (56.), 1:4 Eggestein (62.), 2:4 Schenkel (70.).