Augustfehn - 300 Kilometer quer durch Mecklenburg-Vorpommern sind drei Athleten des TuS Augustfehn jetzt mit dem Rennrad gefahren. Wilfried Rastedt und Klaus Schulz besuchten den ehemaligen Augustfehner Handballer Wolfgang Reichel in Neubrandenburg. Zu dritt absolvierten sie die Mecklenburger Seenrunde, die dort startet und über Neustrelitz, Röbel, Malchow und Waren wieder zurück nach Neubrandenburg führt.
Um 4.30 Uhr fuhren die drei am Starttag vom Hotel aus zum Start – da hatten sie schon die ersten zwölf Kilometer gesammelt. In der Morgenkühle ging es gemeinsam um 5.20 Uhr los zur Fahrt rund um die Mecklenburger Seenplatte. Im Laufe des Tages stieg die Temperatur jedoch auf bis zu 28 Grad an.
Alle 50 bis 70 Kilometer hatte der Veranstalter Verpflegungsstationen eingerichtet. Das war wichtig, um auf der langen Strecke mit mehr als 2000 Höhenmetern die Getränkeflaschen und Kalorienspeicher wieder aufzufüllen. Der Kalorienverbrauch während des Rennens lag bei etwa 5000 bis 6000 Kilokalorien.
Die ersten 75 Kilometer in der Morgenfrische mit ein paar „giftigen“ Anstiegen liefen für die Augustfehner Gruppe problemlos. Auch die zweiten 75 Kilometer rollten noch gut. Nach rund 200 Kilometern und etwa sieben Stunden Sattelzeit mussten sich die Athleten aber nach jeder Verpflegungsstation wieder aufs Rad quälen. Jetzt spürten die Radsportler nicht nur die Muskelarbeit der Beine – auch das Sitzfleisch machte sich langsam bemerkbar.
Unterwegs trennte sich die Augustfehner Gruppe. Reichel musste „kürzeres Tempo gehen“, insbesondere die Steigungen verlangten ihm alles ab. Rastedt und Schulz fuhren dann in ihrem „Wohlfühltempo“ mit einem Schnitt von 29 Kilometern pro Stunde weiter.
Die letzten 50 Kilometer waren sehr anstrengend. Aufgeben war aber nie eine Alternative, und so quälten sich die beiden auch die letzten Kilometer zurück nach Neubrandenburg.
Nach einer Fahrzeit von 12:41 Stunden überquerten Rastedt und Schulz die Ziellinie. Reichel beendete den Radmarathon in seiner Heimatstadt mit einer Endzeit von 15:10 Stunden. Hinterher nahmen alle total abgekämpft aber glücklich die Finishermedaille in Empfang.
„Mit dem Sitzen hatten wir nicht so viele Probleme. Nach der Teilnahme im letzten Jahr hatten wir uns gut vorbereitet und gut mit Vaseline eingecremt“, erzählt Rastedt schmunzelnd nach dem Radmarathon.
